Anders als geplant!
Wer seine Reise mit der Bahn plant, lernt umplanen. Klingt leichter als es ist, aber hilft auch fürs restliche Leben.
Wer seine Reise mit der Bahn plant, lernt umplanen. Klingt leichter als es ist, aber hilft auch fürs restliche Leben.
Immer wieder ein Thema wert: Bahnfahren. Fast schon egal, wann ich in dieser sitze, auf diesen Reisen habe ich am Ende immer mehr erlebt, als ich hier berichten kann. Die Tage treffe ich eine Kollegin am Bahnsteig, die, genau wie ich, noch immer unterwegs ist und die mir Mut machen will. „Ist das nicht toll?“, meint sie „Gott meint es gut mit dir und liefert dir ein Thema nach dem anderen!“. Und auch wenn sie recht haben mag, eigentlich will ich antworten: „Danke! Lieb gemeint, guter Gott! Wäre aber nicht nötig gewesen. Ich würde lieber einfach mal nach Plan da ankommen, wo ich hinwill.“ Stattdessen hatte ich ein nettes Gespräch mit der Kollegin, habe im Schienenersatzverkehr neue Ecken meiner Heimat kennengelernt und durfte einer jungen Frau Trost spenden, die mit mir gemeinsam in den Bus in die falsche Richtung eingestiegen war. Jetzt die Erkenntnis: Pläne sind gut, aber wirklich gut wird’s, wenn ich mich auf die Überraschungen, die meine Pläne zunichtemachen einlasse und Gott gestatte meine Tage umzugestalten. Das ist nicht leicht! Aber der Vorteil: Ich muss nicht mehr dagegen ankämpfen und kann so leichter erkennen, dass anders doch auch ganz wertvoll sein kann.
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