Erntedank abgesagt
Wozu danken, wenn – gefühlt – gerade alles unsicher wird oder wegbricht? Es gibt viele Gründe, sich vom Danken zu verabschieden. Einer spricht dafür.
Wozu danken, wenn – gefühlt – gerade alles unsicher wird oder wegbricht? Es gibt viele Gründe, sich vom Danken zu verabschieden. Einer spricht dafür.
„Erntedank müssen wir leider absagen“, sagt die Kindergartenleiterin. Meine Kinder gehen in einen Evangelischen Kindergarten und proben bereits seit Wochen ihren großen Auftritt im Erntedank-Gottesdienst. Begeistert singt mein Sohn seit Wochen zu den unmöglichsten Zeiten lautstark seine Zeilen. Aber der Auftritt wird nicht stattfinden. Zu viele Eltern haben signalisiert, dass sie und auch ihre Kinder nicht kommen werden. Jetzt weiß ich selbst, dass alle gerade viel haben. Dazu noch die Ungewissheiten. Wie wird er werden, der Winter? Was werden wir uns angesichts der immer höheren Inflation noch leisten können? Aber vielleicht täte uns genau jetzt ein Innehalten gut. Ein Bewusstmachen: Das es uns bei all den Negativschlagzeilen auch gut geht. Ich finde gerade die Erntedankfeste zeigen: Nichts ist selbstverständlich, sondern Geschenk Gottes! Und Gott bewusst für den Apfel und das Brot, meine Familie, oder die helfende Hand in der Not zu danken, zeigt mir wie reich beschenkt ich tatsächlich bin. Ich behaupte deshalb: Danken macht glücklicher!
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Das Problem scheint allmählich zu sein, dass zu viele Menschen, das Absagen, das Daheimbleiben wegen Krankheit, das Ausfallen lassen, «sich das nicht antun wollen», einfach bevorzugen. Es höhlt die Gesellschaft aus.
Kinder gewöhnen sich daran: Absagen ist was Normales, es kommt häufig vor.
Danken schützt hingegen vor Wanken
Danken zieht nach oben (Gott loben zieht nach oben.)
Danken macht glücklicher
Die Menschheit muss irgendwie kürzertreten, weniger Energie verbrauchen, weniger den Planeten belasten, sonst wirds ein Krieg stark beeinflussen! Weniger Menschen, wenige Umweltbelastung. Heutige Kriege verbrauchen irrsinnig viel Energie!
Aber wie das vernünftig machen und organisieren und fördern mit Frieden statt mit Krieg?
Wie kann man diejenigen erreichen, denen es normalerweise scheissegal ist, Hauptsache ihnen geht es selbst gut.
Das Evangelium erzeugt zumindest Menschen-Typen, die für solche Fragen sensibilisiert werden können. In der Bibel gibts keinen Aufruf zum Erhalt der unberührten Natur und der Wildtiere oder den Umweltschutz (als Gottes Plan). Stattdessen gibt es extrem düstere Aussagen für die Zukunft, die aber alle so unterschiedlich sind, dass man auch nicht «auf voll vertrauenswürdige Aussagen» wetten darf dabei. Und wenn es so schlimm kommt, kann man sich sogar biblisch bestätigt fühlen. Ja was nun: Dank-Singen absagen? ja oder doch eher nicht? Weltuntergangs-Jammer-Singen, wäre das biblisch?