Korrekturleser? Anstrengend!

Auch wenn wir wissen, dass alle Fehler machen, ist es dann doch schwer, sie aufgezeigt zu bekommen.

1 Kommentar
Kommentare
  1. Joachim S.
    Joachim S. aus der Schweiz sagte:

    Ja, Korrekturlesen, das wäre auch was für meine Textbeiträge. Und was auch noch gut wäre, wenn man z.B. 2 Stunden lang noch seinen eigenen Text korrigieren darf und kann, weil einem nach dem Abschicken des Kommentars doch noch was auffällt (wäre eine IT-Systemverbesserung). So ist mir z.B. nachträglich aufgefallen, dass ich für das Wort blöd, böd geschrieben habe. Aber dann fand ich böd sogar besser als blöd. Das geht dann auch in die künstlerische Freiheit mit Text und Wörtern umzugehen. Man stelle sich die Expressionisten vor (zur damaligen Zeit): Entartete Kunst – heute ist diese Kunst Unsummen im Millionen-Bereich wert.
    Darf ich allgemein was los werden: In Facebook gibt es viele religiöse Beiträge, die auf den ersten Blick toll sind, so bei GöttinBerlin.de. Aber sie sind oft ein Lattenschuss, der aber schon irgendwie ins Tor geht.
    Was ich an mir feststelle, dass ich wahrscheinlich durch eine Prägung im meiner „Gläubig-werden-Zeit“ von einer Art Gläubigkeit überzeugt wurde und sich dadurch ein Empfinden für richtig und passend eingeschlichen hat. Auch das Lesen einer Bibel-Übertragung (später natürlich auch einer Bibel-Übersetzung), hat mich vorgeprägt, davon bin ich heute überzeugt.
    Diese Facebook-Beiträge verletzen mich in meinem religiösen Empfinden im Häufigkeits-Bereich 80%, was mir eben das System zuspielt. Vielleicht gibts ja noch wirkliche Torschüsse, aber die erhalte ich nicht von Facebook zugespielt. Einige Beiträge sind solche Lattenschüsse, dass man an der Torlatte noch von spitzen Stacheln ausgehen muss.
    Anders ausgedrückt: Sie sind aus meiner Sicht so absichtlich schräg, dass sie das religiöse Empfinden so verschieben, dass es einfach nicht mehr passt zum „feinen Evangelium zu Jesu Christi Wirken“ (was Kirchen-Kultur ist, steht noch mal auf einem ganz anderen Zettel). Komplizierte Welt: Einiges vereinfachen die Medien, einiges verschlechtern die neuen Medien: Stresslevel bleibt hoch! Gefahr auf der „bösen (hinterfotzigen) Seite“, bleibt hoch.

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Auch nach vielen Jahren ist es immer noch anstrengend. Alle meine Texte, in die ich Zeit und Hirnschmalz investiert habe, die ich selbst für gut befunden und als fertig betrachtet habe – sie alle werden noch einmal von einer meinen Kolleginnen gelesen und auf Fehler geprüft. Und wer gibt seine Texte schon gerne jemandem, dessen einzige Aufgabe es ist, Fehler zu finden! Andererseits: Hier und da finden Sie tatsächlich Fehler, die mir nicht aufgefallen sind. Ein fehlendes Komma, zum Beispiel, das den Inhalt bereits verändert. Oder eine bessere Formulierung, die das, was ich sagen will, verständlicher macht. Korrekturen, die meine Texte, meine Botschaft besser machen, weil der Leser leichter versteht was ich sagen will, ohne lange zu rätseln. Mir hilft zudem, dass ich meinen Korrekturleserinnen vertraue. Ich weiß, dass sie mir meine Fehler nicht vorhalten oder mich für unfähig halten. Sie sind mir wohlgesonnen. So wie Gott es uns vormacht, der uns ebenfalls unsere Fehler nicht vorhält, sondern unser Leben besser machen will.