Mitten im Leid: Gutes

Weihnachten ist so schön, so warm und gut. Vor allem aber: so realistisch. Es blendet das Leid in unserer Welt nicht aus. Zu unserem Glück.

1 Kommentar
Kommentare
  1. Joachim S.
    Joachim S. aus der Schweiz sagte:

    Ich war heute in Konstanz auf dem Weihnachtsmarkt.
    Der Markt ist riesig geworden, obwohl letztes Jahr die Katastrophe war: Die Ständler durften aufbauen, der Weihnachtsmarkt wurde aber wegen C. abgesagt.
    Diese Jahr: Extrem viel los, sehr viele Stände, nichts mehr von irgendeiner Krise zu spüren!? Doch es gibt eine Krise: Die Plätze, wo „Penner“ (arme Leute) sich hinter Hecken verstecken konnten, um dabei sein zu können: weggemacht, alles offen gelegt, Betontreppe jetzt.
    Jesus und der Grund für Weihnachten: Völlig eliminiert. Kein Stand mehr, der z.B. Krippen oder Krippenfiguren verkauft – weg.
    Ja die Botschaft von Weihnachten: Gott kommt so niedrig daher. Seine Eltern gleich Flüchtlinge durch seine Geburt. Die armen Eltern.
    Gott mag die Armen? Ist das die Weihnachtsbotschaft? Ja!
    Gott verhinderte nicht, dass die Römer über Israel hergefallen ist zu jener Zeit.
    Gott verhinderte nicht, dass Russland über die Ukraine hergefallen ist.
    Aber Gott ist mit dem Herz bei den Armen – schon komisch und tröstlich zugleich.

    Antworten

Kommentieren

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Manuskript / Download
Mitten im Leid: Gutes als Manuskript-Datei runterladen

Ich backe Plätzchen und höre Weihnachtsmusik. Dabei vergesse ich glatt die Schulprobleme, die Unmengen an Arbeit im Büro, die schmutzigen Fenster, die tausend Erledigungen. Ich vergesse, die Flüchtlinge, dass die Ukraine bombardiert wird und in Afghanistan, im Iran, in China und sonst wo Menschen in großer Angst leben. Es ist schön „Vom Himmel hoch da komm ich her“ zu summen und in meine heile Welt abzutauchen. So ein bisschen abschalten und die Probleme vor der Tür lassen, darf doch auch mal sein. Ja, darf es! Aber Weihnachten hat mit dieser Heile-Welt-Nummer nichts zu tun, die wir gerne zelebrieren. Heile Welt war nicht im Stall von Bethlehem. Da waren arme Leute zusammen. Mit der Situation überforderte. Die politische Welt lag im Argen. Flucht war der nächste Step für Maria, Josef und das Kind. Weihnachten sagt aber noch etwas: Mitten in dieses Unheil wurde Jesus geboren. Gott als Mensch, um Mut zu machen, Halt und Orientierung zu geben. Ein Neugeborenes zum Verlieben und ein Zeichen der Hoffnung, dass mitten im Leid etwas Neues, Gutes entstehen kann. Weihnachten will nicht verklären, sondern mutig machen. Gott sagt mir: Du bist nicht allein in all deinen Sorgen und Nöten. Gerade deshalb allem zum Trotz: Fröhliche Weihnachten. Und ganz laut summen und singen!