Stau voraus
Wandern oder pilgern? Natürlich gibt es da einen Unterschied! Wer pilgert sucht mehr als den Weg und den Gipfel.
Wandern oder pilgern? Natürlich gibt es da einen Unterschied! Wer pilgert sucht mehr als den Weg und den Gipfel.
Es staut sich. Nicht nur auf den Autobahnen. Auch im spanischen Galicien auf dem Jakobsweg. Der ist zwar riesig lang, aber unter Pilgern dermaßen beliebt, dass es sich hier und da schon mal stauen kann. Seit den 1990er Jahren soll sich die Zahl der Pilger versiebzigfacht haben. Ich plane auch mal loszugehen, nur mit meinem Rucksack, guten Gedanken und hoffentlich guten Schuhen. Ausbrechen, aufbrechen, neues erfahren, mich neu erfahren. Zeit haben, auch mal wieder mit Gott in ein längeres Gespräch zu kommen. Während die Menschen den kirchlichen Institutionen den Rücken kehren, nehmen die Pilgerreisenden zu. Der neue Weg für mehr Spiritualität? Ein Mann vom Fach[1] sagte neulich: „Pilgern ist keine Religion. Es geht auch überhaupt nicht darum, …, dass wir religiöser werden, sondern darum, dass wir von Jesus Christus beeindruckt menschlicher werden… .“ Das gefällt mir: Im Laufen verstehen, dass Gott mir in Liebe und Fürsorge begegnet. Mich aufrichtet, wenn ich stolpere. Dass ich kein Held sein muss, sondern für Gott schon ein Held bin. Ja, das hat Potential mich menschlicher zu machen.
[1] Ralph Kunz, Zeitzeichen 8/2023 S. 37
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen
Wenn ich Gott wäre, würde ich an die 15 Engel am Jakobsweg postieren, die die Gedanken der Pilger belauschen und die Engel beauftragen, mal zu schauen, bei wem man helfen kann.
Im ERF-Radio hörte ich mal die Geschichte von einem Mann, der die Firmeninsolvenz, die Privatinsolvenz hinter sich hatte und die Ehescheidung vor sich hatte. Mich erstaunte, dass er von Frauen-Bekanntschaften erzählte, die ihn inspirierten.
Zum Schluss empfing ihn seine Frau in Spanien am Flughafen und er ging mit ihr den Weg Eltern in einem SOS Kinderdorf zu werden (ca. 15 Kinder pro Erwachsenen-Eltern).
Die Gründe den Weg oder Teilstücke des Pilgerwegs zu gehen, sind unterschiedlich. Sportlicher Grund, Erholungsgrund, Urlaubsgrund, Spiritueller Grund, Zwischenmenschlicher Grund, Aussteiger Grund.
Ich persönlich wäre an all diesen Gesprächen interessiert, die man mit anderen Menschen dabei machen kann. Vielleicht ist unter diesen Menschen auch ein Mensch, der sich als Engel entpuppt und ich dann weiss (oder den Eindruck habe), dass Gott mit mir gesprochen hat.