Verpasst!

Der fährt er ab, der Zug! Vorbei. Was gewesen ist, ist gewesen. Das bringt mich auf die Frage: Was ist der Sinn des Lebens?

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Geht ja eigentlich gar nicht. Das Leben verpassen. Schließlich wird jeder von Geburt an regelrecht hineingeworfen. Mit allem was dazugehört. Mit Liebe oder auch nicht. Mit Lachen, Tränen. Mit Arbeit, die Spaß macht oder eben auch nicht. Mit Verlust und Angst. Mit sowas wie Glückseligkeit. Wie könnte ich das verpassen? Bin doch mittendrin. „Der Sinn des Lebens. Es nicht zu verpassen.“ Hat die Schriftstellerin Elke Heidenreich geschrieben. Worte so groß wie ein ganzes kurzes oder langes Leben. Nicht verpassen? Nicht bedröppelt dem eigenen Leben beim Abfahren zuschauen. Nicht den verpassten Chancen nachwinken müssen. Nicht um falsche oder nicht ausgesprochene Worte trauern müssen. Mitten im Leben sein. Das war Jesus, wenn er durch die Dörfer gezogen ist, um Menschen zu begegnen. Er war präsent in den Gesprächen. Konnte zuhören. Konnte mitleiden und mitfeiern. Konnte sich zurückziehen, um sich auszuruhen. Und alles, was er tat, tat er mit Liebe. Vielleicht ist das der Weg zum Sinn des Lebens, um es nicht zu verpassen?