Werde ich Opa?
Unsicher ist unsere Zukunft, groß sind unsere Fragen: Was wird aus uns? Und worauf hoffen wir, wenn die Aussichten düster sind?
Unsicher ist unsere Zukunft, groß sind unsere Fragen: Was wird aus uns? Und worauf hoffen wir, wenn die Aussichten düster sind?
„Papa, glaubst du, dass ich mal Opa werde?“, fragt mich mein Sohn, acht Jahre alt. Ich überlege kurz: „Ja, das kann ich mir schon vorstellen.“ „Ich nicht“, antwortet er. „Warum nicht?“ „Weil der Klimawandel so schnell geht, dass wir bestimmt nicht mehr da sind, wenn ich so alt bin wie Opa.“ Kinder denken direkt und persönlich. Und es ist schwer zu übersehen: So sehr es auch Sachfrage war, schwingt doch viel Angst mit. Berechtigte, wenn wir diesen Sommer sehen und die Entwicklung der letzten Jahre. Nicht nur bei uns. Dass sich unsere Lebensbedingungen ins Lebensgefährliche verwandeln werden, ist längst nicht mehr spekulative Prognose selbsternannter Weltuntergangspropheten. Wir wissen es. Selbst wenn wir es nicht wahrhaben wollen. Aber woran halten wir uns fest, wenn alles zerbricht? An einem „wird schon“, „so schlimm wird‘s nicht“, „kriegen wir schon hin“ oder vielleicht doch an einem Gott, der versprochen hat, uns zu tragen, was immer auch passiert?
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Wir müssen verstehen, dass wir mit dem Christlichen Glauben (oder den negativen Begleiterscheinungen davon) lange Zeit Vorreiter waren, um „Angst-Prognosen“ zu machen. Hintergrund: Mach den Menschen Angst (z.B. vor dem Fegefeuer oder der Hölle), kannst Du Geld aus der breiten Masse der Menschen herausquetschen.
Dieser Effekt fliegt uns heute noch um die Ohren (nur der wirksame Effekt): Angst bezüglich Klimawandel, Angst vor Ansteckung und Verlust von Gesundheit, kann man wirtschaftlich ausschlachten, um Steuergelder umzuverteilen.
Wir fühlen uns überheblich, weil es gewissen Scheiss nicht mehr gibt (Hexenverfolgung, Ablasshandel und Adels-Legitimation «von oben»).
Doch welchen Scheiss wir heute uns vor die Nase halten lassen müssen, wird uns nicht genügend bewusst. Es bleibt bei den gleichen Effekten aber mit neuen Inhalten und Smartphone-Methoden.
Was Zukunftsangst angeht, bringe ich gerne folgende Überlegung: Hätte ein Pastor 1944 von der Euro-Kanzel gepredigt, dass das Weltende naht, so hätten ihm das ca. 85% der Menschen geglaubt, ca. 10% der Menschen wären neutral gewesen und 5% wären Spinner gewesen, die an das «Gute im Menschen» glauben oder an einen Gott, der alles richten kann (%-Zahlen nur tendentiell!).
Demnach kann man bezüglich Klimawandel und Anstieg des Meeresspiegels auch davon ausgehen, dass es anders kommt.
Ich besuchte einen Ort in der Schweiz und ich sah einen Hügel komplett grün. Vor ca. 35 Jahren bin ich mir sicher, dass dieser Hügel komplett felsig war. Was ist geschehen? Da wachsen jetzt Pflanzen, die CO2 der Luft entnehmen.
Doch nun zu Gott und die Bibel: Es ist verdammt schwer, die Bibel so zu verwenden, dass nicht der Weltuntergang droht, sondern etwas das Gott Spass macht und seinen genialen Erfindungen in der Natur entspricht. Gott hat auch unser Gewissen und unseren Verstand geschaffen (glaube ich zumindest). Nur: Wie enthauptet man die Bibel-Aussagen, die Schlimmes prophezeien? Les mal 1.Kor.14,32bis40: Sie enthaupten schon, aber nur entsprechend dem, was sie tun müssen, nicht bezüglich dem, was sie tun sollten. Diese Schlingel. Schlingel auf beiden Seiten!