Stille ist nicht gleich Ruhe!
Türe zu und es wird still, aber ruhig wird es deshalb noch lange nicht.
Türe zu und es wird still, aber ruhig wird es deshalb noch lange nicht.
Stille ist nicht gleich Ruhe! Das ist eine Erkenntnis, die mir kommt, als ich nach einem langen Tag mit viel Lärm und Hektik nach Hause komme. Meine Familie schläft bereits. Es ist still. Ich lasse mich auf‘s Sofa fallen und es geht los. Sofort versucht mein Kopf all das, was an Baustelle übriggeblieben ist, weiter in Angriff zu nehmen. Zur Ruhe komme ich an diesem Abend nicht mehr, dafür ist es in meinem Inneren zu laut. Aber wie wird es ruhig? Also nicht nur akustisch, sondern auch in mir drin? Wie bringe ich all die Herausforderungen in meinem Kopf zum Schweigen? In der Bibel fragt Elia genau das, Gott. Besiegt und auf der Flucht erzählt er Gott von seinem Scheitern und Gott antwortet: „Ich zeig dir was!“ Auf einmal tobt vor Elias ein mächtiger Sturm, dann bebt die Erde und dann brennt ein heißes Feuer. Aber in keiner dieser mächtigen Dinge erkennt Elias Gott. Erst als ein zarter Windhauch ihm um die Nase weht, spürt er Gott; kommt zur Ruhe und zu neuer Kraft. Eine Geschichte, die mir zeigt: Ruhe ist nichts was ich machen kann. Ich muss sie zulassen, vielleicht indem ich es still werden lasse und auf einen Gott höre, der mir unaufgeregt anbietet: Ich bin da! Übernehme! Also lass locker. Ich will dir Ruhe schenken.
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