Ansichtssache
Lieber dem Streit aus dem Weg gehen oder sich stellen? Ansichtssache. Vielleicht helfen diese Gedanken bei der Entscheidnung.
Lieber dem Streit aus dem Weg gehen oder sich stellen? Ansichtssache. Vielleicht helfen diese Gedanken bei der Entscheidnung.
Wie erlebe ich die Welt? Das kann mitunter sehr unterschiedlich ausfallen! Für die einen sind Waffenlieferung an die Ukraine eine notwendige Hilfeleistung, andere sehen in ihnen ein Anheizen des Konflikts. Dann bezeichnen die einen, Seenotretter, die Menschen auf der Flucht vor dem Ertrinken im Mittelmeer retten als Helden, andere betrachten sie als vermeintlichen Schleuser, die sie am liebsten einbuchten würden! Und wo die einen in ihrer Kirchengemeinde Trost, Zuversicht und Halt finden, sehen andere nur einen Machtapparat mit dem sie nichts mehr anfangen können. Das Interessante, man kann viel darüber diskutieren und sollte das auch tun! Denn nur, wenn wir uns einander mitteilen und öffnen, weitet sich der eigene Horizont und setzt in Bewegung. Vielleicht mein Gegenüber, vielleicht aber auch mich selbst. Das fordert mich, denn das funktioniert nur, wenn wir uns auf den andere einlassen und uns mit Respekt begegnen. Mir hilft da ein Gott, der keine Unterschiede macht, sondern alle liebt, sogar den der mich am meisten fordert.
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Hallo Benjamin Elsner
Wenn ich derjenige sein sollte, der Sie (oder Dich) am meisten fordert, wäre das schon etwas, worauf ich stolz sein kann? Ich fordere tatsächlich und das ist mir bewusst.
Ich sah einen Bericht von einem Schweizer Journalisten, der grenznahe Gebiete und Leute besuchte ca. 1 Jahr vor Kriegsausbrauch und dann wieder im Zeitraum kurz nach dem Kriegsausbruch. Es war eine Tierfreundin, es war eine Frau, die anderen Frauen im Coaching zu mehr Selbstbewusstsein verhilft, es war ein Lebensmittelhändler auf der russischen Seite z.B. dabei. Es war eine Bürgermeisterin direkt hinter der direkten Grenze dabei.
Die Bürgermeisterin machte eine sehr interessante Aussage. Sie sagte, dass im Konfliktfall der akut geworden ist, sich alles in Richtung «schwarz-weiss» verwandelt, dafür oder dagegen. Für die Nato-Seite oder dagegen.
Klar kann man immer diskutieren und dies und das als Meinung haben, sofern man direkt nicht betroffen ist. Die Bürgermeisterin und auch eine andere Bürgerin in der dortigen Region sagte zum Schweizer Journalisten: Ich halte nichts von Neutralität. Neutralität bedeutet im Ernstfall, dass man letztendlich für die Macht des Stärkeren ist.
Nun glauben gläubige Menschen, dass sie auf der Seite von Gott dem Stärkeren sich befinden und beide Seiten behaupten, Gott auf ihrer Seite zu haben. Ich kenne sogar einen Friedens-Aktivisten, der Veranstaltungen plant und durchführt, der mir sagen konnte, dass Putein ein «tiefgläubiger Mensch» sei.
Übrigens kippten fast alle Menschen auf der russischen Seite in Richtung weiss oder schwarz. Einer traute sich noch was andeutungsweise zu sagen, aber seine Frau winkte ihm, er möge sich nicht verplappern.
Hollahop, was gilt nun?