Backofentage

Manchmal läuft’s so richtig. So richtig falsch. Dann helfen weder Durchhalteparolen, noch Selbstmitleid, dann ruft der Backofen.

1 Kommentar
Kommentare
  1. Stephan von Seydlitz
    Stephan von Seydlitz aus Bergisch Gladbach sagte:

    Liebe Anja,
    klasse! Vielen Dank für die Backofentage!
    Dir und dem gesamten Team ein weiterhin segensreiches Wirken und viel Freude.
    Herzliche Grüße
    Stephan

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30 Grad, die Sonne brennt – es ist Backofenzeit. Aber nicht, weil es sich draußen wie in einem Backofen anfühlt, sondern, weil ich traurig bin, weil mir alles über den Kopf wächst, weil ich Mist gebaut habe, lieblos war, weil ich einfach nur davonlaufen könnte. Dann ist Backofenzeit. Dann hole ich aus der Kühltruhe einen Hefewürfel, setze einen Hefeteig an, dann knete und werkle ich, rolle den Teig aus und bestreiche ihn mit Butter, Zucker und Zimt und back mir einen warmen, weichen Hefezopf. Die Wärme erfüllt die Küche und der Duft das ganze Haus. Mir geht es besser, noch bevor ich das erste Stück gegessen habe. Und selbst meinen Kindern geht es besser, wenn sie nach Hause kommen und den Duft riechen und die Wärme spüren. Der berühmte Martin Luther sagte mal über die Liebe Gottes und seine Wohltaten an uns Menschen: „Gott ist ein glühender Backofen voller Liebe, der da von der Erde bis an den Himmel reicht.“ Ich kann das verstehen. Wenn sich Gottes Liebe zu mir und zu jedem Menschen so anfühlt, dann ist das ein guter Gott von dem Luther spricht und alle, dir mir etwas anderes erzählen wollen, sollen bitte schweigen. Ich brauche Backofenzeiten und einen Gott, der es wirklich gut mit mir meint. Gerade an Backofentagen.