Da geht was
Okay. Gut, dann mache ich es eben… . Auch Jesus hat sich bitten lassen, aber dann ging echt was!
Okay. Gut, dann mache ich es eben… . Auch Jesus hat sich bitten lassen, aber dann ging echt was!
Das wär’s doch: Wenn man aus Mist Bonbons machen könnte oder aus Wasser Wein? Letzteres soll ja tatsächlich funktioniert haben. Damals auf einer Hochzeit, zu der Jesus, seine Mutter und seine Freunde eingeladen waren. Es hat sogar so gut funktioniert, dass der Oberkellner sich wunderte, warum der edle Tropfen nicht gleich zu Beginn der Hochzeit angeboten wurde. Jesus hat sich erst ein bisschen geziert, dieses Wunder zu vollbringen, konnte den Wunsch seiner Mutter am Ende aber doch nicht abschlagen. Seltsame Geschichte. Wie ja so viele in der Bibel. Gemein ist ihnen oft, dass da eine Sache nicht gut läuft, es jemanden schlecht geht und dann wird die Situation durch eine kleine Handlung Jesu völlig gedreht. Gemein ist diesen Geschichten meist auch, dass es um Vertrauen, um Zutrauen geht. Ein Mensch vertraut sich Jesus ganz an und traut ihm alles zu. Dann ändert sich was. Dabei geht es hier nicht um einen Wunscherfüllungsmechanismus. Ich glaube es geht darum zu zeigen: Wer Gott vertraut und ihm zutraut, dass sich Dinge ändern können, wird das auch in welcher Form auch immer erleben. Ich darf gespannt sein.
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An solchen Geschichten fängt Glauben an.
_1) Jesus hat gelebt
_2) Die Überlieferung, der Text stimmt
_3) Jesus war an der Hochzeit
_4) Jesus konnte bewirken, dass dieses Wunder geschieht
(Wasser zu Wein) oder (Wasser raus und Wein rein)
oder (Wasser bekommt Wein-Konzentrat dazu)
_5) Jesus ist der in Mensch verwandelte Sohn Gottes
_6) Jesus überlegt sich gut, welche Wunder er tut.
Jedes Wunder hat eine Signalwirkung.
Ich denke da oft an die Geschichte aus dem Koran. Dort haucht Jesus einen Porzellan-Vogel an und dieser Vogel wird zu einem richtigen, lebendigen Vogel. Dieses Wunder Jesus passt nicht zu all den anderen Bibel-Wundern – vom Charakter der Wunder her.
Weiter gehen ja auch so spätere Wunder, dass Maria an gewissen Orten erscheint und man an diesen Orten dann eine Basilika baut und einen Wallfahrtsort daraus macht. Wir spüren, dass es für Wunder eine Grenze des Glaubhaften gibt und es gibt eine Grenze, bei der Missbrauch mit dem Glauben (der gutgläubigen Menschen) getrieben wird.
Meine Meinung inzwischen: Man muss heute nicht nur wissen, was man glaubt, sondern auch genau wissen, was man nicht glaubt. Wobei «wissen» das falsche Wort ist. Glauben und Nichtglauben folgt mehr einer Intuition im Inneren des Menschen und natürlich auch einer gewissen Basis, die möglichst glaubhaft sein sollte. Nach Bibel entsteht Glauben durch Predigten, also durch Worte, die von einer glaubhaft wirkenden Person gesprochen wurden und letztendlich Worte sind die auch berührt haben, eben dieses Intuitions-Zentrum in uns.