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Otto kam nach Heinrich. Im Jahr 936 wurde Otto König des Ostfrankenreiches. Später sogar Kaiser. Als mir dieser Tage diese Geschichte mal wieder über den Weg lief, da bemerkte ich: 1000 Jahre nach dieser Krönung wurde mein Vater geboren. 1000 Jahre… und tausend Jahre davor im Jahr 64 vor Christus da gab es unter Kaiser Nero den größten Stadtbrand in Rom. Okay: Ende der Geschichtsstunde. Aber: Mich packt das. Immer wieder heißt es: Lernt aus der Geschichte. Und die Bibel spricht davon, dass sich Schuld über Generationen hinweg fortsetzt. Wobei damit nicht persönliche Schuld gemeint ist, sondern, dass die Vergangenheit Auswirkungen auf die Gegenwart hat. Was nicht aufgearbeitet ist, wiederholt sich. Setzt sich destruktiv fort. Sogar unbewusst. Lernen aus der Geschichte, das ist Auseinandersetzung mit dem, was war. Reflektieren. Fehler, Schuld aufdecken und neue, bessere Wege finden. Geschichte wiederholt sich nicht. Sie wird neugeschrieben. Aber mit einem Blick in die Geschichte, können Fehler vergangener Tage vermieden werden.












Ja, man könnte aus den Fehlern der Geschichte lernen. Nur wie lernt man? Sollen Schüler das in der Schule lernen? Sollen Politiker das aus Geschichtsbüchern lernen? Franz Josef Strauss hatte eine sehr grosse Bibliothek. Er war Metzger-Sohn aber sehr schlau und fleissig (und mutig). Ja und dann muss man auch die richtigen Bücher haben und dann muss man auch mit der richtigen Einstellung die Bücher lesen. Lese ich z.B. Geschichtsbücher so: Wie ist es ihm gelungen an der Macht zu bleiben? Dann hat es eine andere Wirkung, als wenn man es unter dem Aspekt liest: Wie kann ich Leid in der Bevölkerung vermeiden oder minimieren?
Wir (Hörer und Leser dieser Beiträge) erheben einen anderen Anspruch „an die Geschichte“, als ein Politiker. Ein Politiker sieht auch Religion ganz anders an. Da geht es dann nicht um Erlösungswerk, sondern um clevere Machtpolitik.
War es richtig, die Muusslime aus Spanien zu vertreiben?
War es richtig, die Kreuzzüge zu veranstalten?
War es richtig, die Ausbreitung des Ossmmanischen Reiches einzudämmen?
War es richtig, die jüüddische Bevölkerung in Europa zu dezimieren?
Würde Europa mit diesen Menschen zusammen (wenn ihre Nachkommen jetzt leben würden) besser dastehen? Es gibt Fragen, auf die bekommt man nie Antworten, weil es einfach anders gelaufen ist, als optimal.