Das ist nicht fair!

Eine Welt ohne Fairness und Gerechtigkeit ist eine Welt im Krieg. Und schon Kinder haben dafür ein extrem gutes Gespür.

1 Kommentar
Kommentare
  1. Joachim S.
    Joachim S. aus der Schweiz sagte:

    Fairness und Perspektivwechsel
    Wer meine Beiträge (Kommentare zu den Radio-Beiträgen) kennt, weiss, dass ich unter diesem fundamentalistischen Pastor leide, der die gesamte Bibel als Gottes Wort und als fehlerlos verteidigt. Ich verteidige die Gruppe «Die Bibel enthält Gottes Wort» und «wer sucht, der findet den Geist Gottes in der Bibel, wie er passt».
    Meine Gruppe kann nämlich mit der Einstellung leben: Es muss nicht alles relevant sein für mein Gottesbild. Ist das ein Perspektivwechsel?
    Ich sitze im Zentrum des sog. Evangeliums, darin hat Jesus das Erlösungswerk für uns Menschen realisiert. Da drum rum die Schriften, die sehr nahe von Jesus berichten, dann die Schriften, die weiter entfernt von Jesus berichten, z.B. die Paulusbriefe und dann bis zu Schriften ins sog. «alte Testament» hinein oder in die «zweifelhafte Offenbarung» hinein (Das Wort zweifelhaft nur als meine private Meinung hier!).
    Ich kann mit «meinem Glaubens-Zentrum» durchaus die ganze Bibel heiligen, aber nicht da, wo es Widersprüche gibt, denn da sind wir irgendwann beim Thema Fairness. Fairness herstellen oder Fairness verlassen?
    Ich gebe ein Beispiel: Es gibt Bibelstellen, die sprechen von der Entrückung der Erlösten, diese soll vor der grossen Trübsal auf Erden sein. Also bleibt der lieb gläubige Christen-Teil von Trübsal verschont.
    Andere Bibelstellen sagen wieder, dass die sog. «Auserwählten» durch die Zeit der Bedrängnis durchaus mit hindurchgehen, sich dann die Sonne verfinstert, dann Sterne vom Himmel fallen und dann Jesus und seine Engel die Auserwählten einsammeln. Die Auserwählten sind dann bis zum Schluss bei aller Betrübnis und Weltzerstörung dabei.
    Das ist nicht fair, dass es da 2-4 Versionen gibt fürs sogenannte Ende?
    Ukraine: Nehmen wir an, sie (die Menschen in den Schutzkellern) lesen in der Bibel und sollten eigentlich an einen Gott glauben können, der dieser ungerechten Situation ein Ende macht mit seiner Gerechtigkeit. Gehört das Ganze aber schon zu der beschriebenen Bedrängnis-Zeit bzw. Trübsal-Zeit oder zum totalen Ende, was will man da dann hoffen?
    Die Situation ist nicht fair! Zum einen, ein für Gerechtigkeit kämpfender Gott, dann aber: Scheiss Ende kommt!
    Es kostet unheimlich viel Kraft, gegen die Bibel (gegen bestimmte destruktive Texte zu glauben). Hoffnung können da die Pastoren geben. Kann ich Ihnen (lieber Leser) Hoffnung geben oder verunsichere ich? Mein Gott kämpft für Gerechtigkeit und lässt diese siegen. Das ist fair.

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„Das ist nicht fair!“ schreit mein Nachwuchs und stampft wütend davon. Fairness ist bei meinen vier und sechsjährigen Söhnen gerade ein sehr wichtiger, aber auch schwieriger Begriff, der oft stark von der Perspektive abhängt. Wenn ich mehr bekomme, als die anderen, bin ich großzügig was die Fairness angeht. Bekomme ich weniger, sieht das schon anders aus. Aber ist das nur bei Kindern so? Interessant finde ich, wie bereits die Verfasser der Bibel sich mit Fairness oder anders gesagt mit Gerechtigkeit auseinandergesetzt haben. Ein Beter stellt zum Beispiel fest: „Gerechtigkeit und Frieden sind wie ein sich küssendes Liebespaar!“ Will heißen: Ist an ALLE gedacht, ist das ein Garant für Frieden. Nichts Neues. Doch die biblische Botschaft nimmt ein Perspektivwechsel vor. Nicht nach der eigenen Gerechtigkeit fragen, sondern schauen, wie es in meinem Umfeld mit der Gerechtigkeit aussieht und diese auch einzufordern. Ein schlauer Perspektivwechsel, der meinen Egoismus aushebelt und ich glaube so tatsächlich zu mehr Frieden führen kann!