Schau hin!
Natürlich gibt es Leid in dieser Welt, aber ich kann mich nicht um alles kümmern. Richtig. Aber ein bisschen könnte trotzdem schon viel ändern.
Natürlich gibt es Leid in dieser Welt, aber ich kann mich nicht um alles kümmern. Richtig. Aber ein bisschen könnte trotzdem schon viel ändern.
Manchmal klingt es ja zynisch, jemandem einen „schönen Tag“ zu wünschen. Wenn sein Tag die Hölle wird oder sie unter Bedingungen lebt, die von Spaß weit entfernt sind. Weil er oder sie jeden Tag kämpfen muss. Was machen wir, wenn wir jemand sehen, dem es erkennbar schlecht geht? Irgendeinen Weg suchen, ihn nicht zu bemerken, über sie hinwegzusehen, oder? Den Obdachlosen an der Bushaltestelle, die arme Frau, die einen Mülleimer durchsucht, das heruntergekommene Kind, das am Bahnhof mit leeren Augen ins Nichts starrt. Ich weiß nicht, ob da der „Tag zur Armutsbeseitigung“ heute irgendwas hilft. Ich glaube, was helfen würde, wäre: Hinschauen. Und nicht mit den Blicken einen Notausgang suchen, damit ich in meinem wohligen Alltag ja nicht gestört werde. „Ich sehe eure Not“, erklärt Gott in der Bibel Menschen in Not oft. Das war kein bloßer Spruch. Das war der Anfang der Wende. Endlich gesehen werden in der Not. So beginnt Hilfe. Das können wir hier und jetzt tun. Jeder.
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Mich beeindrucken Tierfilme.
Es gibt Filmaufnahmen, in denen die Herde Gnus zuschauen muss, wie eines ihrer Artgenossen von einem oder mehreren Geparden gerissen wird und nun verspeist wird.
Die Gnus schauen dann belämmert (wie die Lämmer) hin.
Ja was denken oder fühlen diese Tiere dabei?
In der Natur machen diese Raubtiere sehr viel Sinn, sie tragen dazu bei, dass sich die Starken vermehren (und nicht die schwachen Tiere) und sie sorgen dafür, dass sich die grasenden Tiere nicht gemächlich auf einer Stelle aufhalten und alles so stark abgrasen, dass keine Baum mehr eine Chance hat, über die Grashöhe hinauszuwachsen.
Das sind zumindest neuste wissenschaftliche Erkenntnisse, warum dies «Lebens-Töter» wichtig sind. Daneben gibt es natürlich noch Aspekte, dass sie extrem interessant aussehen und wir empfinden diese Tiere als schön, vielleicht sogar uns ähnlicher als die Gnus.
Bei uns Menschen kommt es zu Kriegen, wenn mal eine Situation erreicht ist, die «das Fass zum Überlaufen gebracht hat».
Zmol (Schweizer Wort für «auf einmal jetzt gerade») gelten andere Gesetze: Gesetze des Krieges. Vorbei mit der Schönfärberei der Politik in Richtung Grün. Jetzt geht es darum ein System zu retten (Demokratie, Rechtsstaatlichkeit) und und und und, eben knallharte Realpolitik zu machen.
Es wird immer versucht, den christlichen Glauben für Politik-Weisheiten zu benutzen. Jeder weiss, was richtig ist. Wer opfert sich aber, um vorne an der Front zu kämpfen für Recht und Gerechtigkeit?
Schau hin! Klar, aber wir müssen zugeben, dass es immer Ausmasse gibt, in denen ist, zu sehr hinschauen, eine Folter für meine Seele.
Folter ist das Schrecklichste, was Menschen erleiden müssen. Wenn ihnen absichtlich und zielgerichtet Leid zugefügt wird.
Das was das Christentum zu bieten hat: Jesus musst auch Leid ertragen. Und Petrus war z.B. jemand der hinschauen konnte. Was mit ihm gleichzeitig passierte: Er war zu schwach, um sich dazu zu gesellen, weil Petrus klar war: Sage ich jetzt, ich gehöre zu Jesus, werden sie mich genauso foltern. Petrus war in einem Angstzustand. Und das ist auch ein Gesetzt des Krieges: Wie funktionieren wir im Angstzustand?
Oh ich würde Ihnen so gerne genau sagen, warum es sich lohnt auf Jesus zu vertrauen, in solchen scheiss Situationen, aber wenn die Angst kommt, machen sie eh, was angstgetrieben ist. Petrus ist eben nicht Jesus. Sogenannte selbsternannte «Jesus Nachfolger» sollte genau überlegen, was sie da verbal aussprechen.