Das ist doch nicht…!

Doch das ist es! Unbedingt. Es ist not – wendig. Weil es die Not wendet.

1 Kommentar
Kommentare
  1. Joachim S.
    Joachim S. aus der Schweiz sagte:

    Ein wenig (oder mehr als «ein wenig») kommt mir der Beitrag wie ein typischer Frauen-Beitrag vor. Man sucht Anerkennung untereinander unter Frauen und deren Wertmassstäben.
    Mich hat der Beitrag angeregt, wie mit Bibelstellen umgegangen wird in der heutigen Zeit.
    Also zu der damaligen Zeit, war die Zeit, in der man mit Jesus reden konnte begrenzt, Jesus wusste das. Auf Basis dieser Situation war es klar: Beide Frauen machten es richtig:
    Wenn Jesus nur kurze Zeit da ist: Dann zuhören – Maria.
    Wenn Jesus nur kurze Zeit da ist: Dann gut und liebevoll versorgen – Marta.
    Heutige Zeit: Wir lesen das in der Bibel und jetzt ist spannend, was uns diese Sache lehren will: Es war so. Oder: Es hat Folgendes heute in unserer Zeit zu bedeuten. Weil Jesus/Gott etwas so und so bewertet hat, hat es heute dies und das zu bedeuten. Wer predigt, muss von so einem Konsens mit dem Zuhörer ausgehen oder diesen Konsens erst mal herstellen. In der damaligen Kultur kann es etwas Unerhörtes gewesen sein, was Maria gemacht hat, vielleicht sogar frech. Mit dem Obermeister reden als Frau und womöglich noch clevere Fragen stellen?
    Spannend ist auch die Frage, ob man daraus eine Lehre machen darf, weil es so geschrieben steht. Maria – als Frau – die Hörende, ein Mann – ein Priester z.B. – der Redende?
    Oder die Lehre: Eine Frau darf sich ruhig in Gegenwart von Mann-Gesellschaft weiter aus dem Fenster lehnen. Oder die Lehre: Jesus hat damit dies und das abgeschafft.
    Wenn ich Predigten höre, verarbeite ich, wie der Prediger an eine Sache rangeht. Geht er unfair oder ungenau an eine Sache ran, fällt er bei mir schon systemisch durch und ich höre dann nicht mehr so gut hin und ich werte dann manche Worte nicht mehr so bedeutsam. Die Devise lautet: Du kannst nicht stolz sein auf gute Worte in einem scheiss System. Erst muss das System passen. Oder für Frauen: Einen unsympathischen Jesus kauft man keine «guten Worte» ab. Jesus war aber sympathisch. Mein Jesus (in meiner Vorstellungskraft) ist so.

    Antworten

Kommentieren

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Manuskript / Download
Das ist doch nicht…! als Manuskript-Datei runterladen

 

Ja, was ist schön nötig? „Du brauchst nicht jeden Tag anrufen“, sagt meine Mutter, „das ist doch nicht nötig!“. Blumen mitbringen, ist nicht nötig. Die Essenseinladung nicht und der Umweg, um mich zu Hause abzusetzen, auch nicht. Ich hätte gut die paar Schritte laufen können. Nötig ist es nicht und trotzdem schön. Da denkt jemand an mich, da wird es bunt im Zimmer durch einen Blumenstrauß, da ergibt sich ein gutes Gespräch auf dem Umweg nach Hause. Als Jesus die Schwestern Marta und Maria besucht hat, da hat eine wie blöd gewerkelt, um den Gast zu verwöhnen und die andere hat sich einfach nur zu ihrem Gast hingesetzt und wollte hören, was der sagt. Wahrscheinlich hat sich Jesus über das Essen gefreut und essen tut immer Not. Doch der Grund seines Besuchs war nicht das Essen, sondern das Gespräch, der Kontakt zu den Menschen. Marta, die Fleißige, war nicht nur fleißig, sondern überfleißig. Sie konnte nicht loslassen und abgeben. Jesus hat ihr gesagt, dass ihr Fleiß sie in Nöte bringt. Sie zersorgt sich. Für sie ist es daher dringend notwendig, sich auch mal hinzusetzen und zu zuhören. Zur Ruhe kommen. Abschalten und die Arbeit loslassen. Ja, das ist genauso nötig, wie mancher Anruf, manches gute Wort, mancher lieb gemeinte Gruß und auch ein gutes Essen.