Down by the riverside

Wenn bei der Beerdigung die Musik lässig läuft, läuft irgendwas falsch. Oder auch nicht. Es kann ganz und gar richtig sein.

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Es gibt so Momente…, die überraschen. Der Anlass, in die Kirche zu gehen, war nicht schön, ein Jazz-Musiker, mit dem ich eine Zeitlang zusammengespielt habe, war gestorben, schwer erkrankt. Die Band, mit der er Jahrzehnte zusammengespielt hat, hat die Trauerfeier in der Kirche begleitet, Blues-Nummern, ruhige Sachen, Beerdigung eben. Und dann: letztes Lied. Schon beim Einzählen, 1, 2, 3, 4, denke ich, „oh, schnell“. Und dann lassen sie’s laufen: „Down by the riverside“, schnelle Nummer, muss man sich trauen bei einer Beerdigung, denke ich. Aber dann denke ich, nein, genau richtig: „Ich werde meine Lasten ablegen unten am Flussufer.“ Endlich Frieden! Darum geht’s. Und geht’s besser bei einer Beerdigung als da zu hören, all unser Leid und Leiden, all unsere Lasten und Belastungen werden wir los. Ich glaube, nicht erst im Tod. Nicht erst unten am Flussufer. Gott hat Jesus Christus in diese Welt geschickt, um uns zu zeigen: „Ich bin schon heute für dich da.“