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Das Layout muss unbedingt stimmen. Es muss Beständigkeit ausstrahlen. Die Leute müssen es wiedererkennen und sich dadurch gehalten fühlen. Das lehrt mich eine Socialmedia-Expertin, wenn ich auf Insta, Tiktok oder wo auch immer erfolgreich sein will. Etwas unfreiwillig bin ich in diese Fortbildung geraten. Macht nichts, weil spannend: Je verrückter diese Welt ist, je unübersichtlicher, je mehr sehnen sich die Menschen nach Beständigkeit und Halt. Logisch! Genauso nachvollziehbar: Menschen, die andere mit einfachen Antworten auf die Komplexität dieser Welt fangen wollen, haben leichtes Spiel. Populisten handeln so. Einfache Antworten gibt es aber nicht. Auch nicht im Glauben. Manch religiöse Gruppe hat diese Masche auch für sich entdeckt. Falsche Versprechen. Und doch erlebe ich: der Gott der Bibel gibt Halt, obwohl er die Menschen in die Freiheit führt und er gibt Beständigkeit, obwohl er mich immer wieder um den richtigen Weg ringen lässt. Mich immer wieder neu anfragt, was der andere jetzt, heute braucht? Was gerecht ist in diesem Moment? Die Beständigkeit besteht darin, dass es Jesus gibt, als Vorbild, als Herausforderung und als Zeichen dafür, dass die Liebe über allem steht. Da gibt es nicht eine Antwort für alles. Aber Antworten, die das gleiche Layout haben: Jesus.

© radio m 










Das Layout Jesus. In einer Männergruppe in meiner Kirche sprach ich an, dass eigentlich jeder Mensch seine eigene Vorstellung von Jesus hat. Ich greife mal ein Beispiel heraus: Man kann sich Jesus als jemand vorstellen, der Schluss gemacht hat mit bisherigen Strukturen und da hat Jesus sich gegen die Praktiken der Schriftgelehrten und Pharisäer durchgesetzt und so wurde z.B. die Praxis der Steinigung oder noch expliziter die Steinigung von Sünderinnen, die man beim Akt des Ehebruchs ertappt hat und sogar aus der Wohnung auf die Strasse gezerrt hat. Andere Gläubige nehmen wieder den Spruch von Jesus, dass sich bis zum Weltende nicht ein Tüpfelchen am Gesetz Gottes ändern wird, als Legitimation die Praktiken aus dem Alten Testament immer noch als legitim anzusehen. Ist Jesus ein Freund der Ehebrecher geworden? Nein! Hat Jesus die Straftat verschärft? Ja, indem Jesus sagt, dass der Gedanke daran, eine andere Person (in der Gegenbetrachtung zum eigenen Partner) sich als Sexual-Partner vorzustellen schon sträflich ist und dort schon das Übel an der Wurzel zu packen ist. In Jesus Sirach ein Buch in den Apokryphen wird sogar empfohlen bei schönen Frauen und Sängerinnen schon gar nicht hinzuschauen. Also nix mit: Maite Kelly find ich sexy. Was ist nun Jesus? Jesus ist jemand, den wir verstehen dürfen über das, was sie von Jesus übriggelassen haben und was wir heute noch nachlesen können in der Bibel. Die Bibel ist nicht das, was Jesus selbst geschrieben hat. Die Bibel ist von beflissenen Leuten geschrieben worden. Ich denke, dass Jesus heute noch weiss: Wer sucht, der findet. Wer den Jesus, wie er wirklich ist sucht, wird ihn auch finden (nicht unbedingt der/diejenige, der/die nur vom Text ausgeht). Meine Meinung