Dreifacher Sonnengruß
Gartenpläne sind toll. Funktionieren aber oft genauso gut, wie Lebenspläne.
Gartenpläne sind toll. Funktionieren aber oft genauso gut, wie Lebenspläne.
Ausgerechnet da. Direkt neben dem Gartentor, in einer kleinen Ritze im Boden wächst ein Sonnenhut. Eine Staude, die aussieht wie eine kleine Sonnenblume. Sie lebt dort ziemlich gefährlich, weil sie vom Gartentor bei jedem Öffnen und Schließen fast geköpft wird. Nur fast, zum Glück. Eigentlich sollte der Sonnenhut in meinem Beet wachsen. Da ist jede Menge Platz, aber dieses Jahr in Sachen Blüten komplett tote Hose. So isses doch oft im Leben. Der einfache Weg funktioniert manchmal nicht, egal wie sehr man sich bemüht. Und der Weg, der anfangs völlig abwegig aussah, der haut auf einmal hin. In Afrika sagt man: Wo Gott dich hingesät hat, da sollst du blühen. Ich verstehe das nicht als, du musst dein Leben halt akzeptieren, wie es ist. Ich erlebe: Aus jeder noch so schrägen Lebenslage kann Gott ein Sprungbrett machen. Dorthin, wo ich mir nie erträumt hätte jemals anzukommen. Beruflich, privat oder in meiner persönlichen Entwicklung. Wie solche Sprungbrettmomente möglich waren, konnte ich oft nur staunend und im Nachhinein begreifen. Wenn der Sonnenhut mir am Gartentor mit gleich drei riesigen Blüten entgegenlacht, denke ich jedes Mal: Geht doch!
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Was bestimmt unser Leben, wie blüht es, wo blüht es?
Es wurde das Beispiel von Afrika genannt, das eine Aussage macht, wo man leben bzw. blühen soll. Es gibt auch eine Bibelstelle, die uns eher dazu auffordert, an dem Ort, wo wir gerade sind, nicht allzu sehr zu zweifeln und dort standzuhalten, den widrigen Umständen zum Trotz, so wie mit der Pflanze im Grenzbereich.
Es geht darum, wie ich mein Leben gestalte, was ich selbst gestalte, was ich Gott überlassen darf, was ich meinem Engel überlassen darf. Ich provozierte mal in der christlichen Welt, was unser Leben bestimmt. Ich zählte auf: Meine Allernächsten (Mutter, Vater, Partner) bestimmen mein Leben, ich selbst mit meinen Entscheidungen bestimme mein Leben, Gott/Jesus bestimmt mein Leben, der sog. Satn bestimmt mein Leben und zuguterletzt der Zufall bestimmt mein Leben. Spätestes beim „Zufall“ kam Gegenwind: «Für einen Christen gibt es keinen Zufall», hiess es.
Schwer auszuhalten, dass irgendwie all dieses eine Rolle spielen kann. Was ich noch Tröstendes sagen kann und wovon ich überzeugt bin: Es gibt keinen festen Plan für Gott (eine Art Bestimmung schon irgendwie aufgrund Deiner Gaben aus den Genen heraus schon).
Und nun das Tröstende: Gott klammert sich nicht an ein Ziel und dann versucht ER alles, um Dich dort hin zu bekommen. Gott will Deine Freiheit und nimmt in Kauf, dass was schief gehen kann dabei. Aber ab jedem Zeitpunkt Deines Lebens, kann Gott einsteigen und was Tolles draus machen, selbst wenn es vorher total schlimm und abstossend und verletzend war. Typische Geschichten dazu sind Geschichten wie ein Mensch aus Drogenkonsum oder Vergewaltigung rauskamen und nun mit Gott/Jesus ein neues Leben führen können. Gott ist keine Vorgeschichte zu schmutzig oder zu lästig. Wem viel vergeben werden kann, regiert mit grösserer Liebe gegenüber der Vergebungsbereitschaft, als Menschen, die es nicht so nötig haben und sich schon immer optimiert angestrengt haben.
Denkt nicht immer nur an Euch, denkt auch an guten Gott, wann es ihm lieblich eine Freude mit uns ist.