Durst

Durst kann vieles heißen. Ich brauche Wasser, zum Beispiel. Aber Durst stelle sich auch an anderer Stelle ein.

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Durst. Dieser Sommer hat es in sich. Super heiße Tage. Ich schwitze und weiß: Ich brauche Wasser. Wäre das mit dem Brauchen nur immer so einfach?! In der Bibel betet einer zu Gott und sagt: Wie ein Hirsch nach frischem Wasser lechzt, so sehne ich mich nach dir, o Gott![1] So starke Sehnsucht nach Gott? Wie verdursten? Unvorstellbar. Doch wenn ich ein bisschen nachdenke, dann weiß ich schon, was der Beter hier meint. Da mache ich mir riesige Sorgen um mein Kind, weiß nicht ein noch aus; oder ich höre die Stimme im Telefon, die mir sagt: Sie ist gerade verstorben. Können Sie kommen? Oder ich liege mit Schmerzen im Bett und keine Tablette hilft: Ich kann nicht mehr. Ich lechze nach? Ich brauche was? Ich weiß es nicht. Und da ist sie, die Sehnsucht. Nach Gehaltenwerden. Nach einem Ort, zu dem hin ich mich ausstrecken kann. Nach Licht am Ende des Tunnels. All das in einem, ist Gott für mich. Dem Beter wurde es leichter ums Herz, als er diese Worte rausschrie[2]. Das brauchte er. Ich manchmal auch.

[1] Ps 42, 2 aus Hoffnung für alle

[2] Ps 42, 2 https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm42%2C2 – Luther – schreien