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Warum ist es eigentlich so schwer ein Kompliment anzunehmen? Sagt jemand, „schicke Jacke!“, liegt mir schnell auf der Zunge: „Ach, die ist uralt…“ Lobe ich jemanden, dass er etwas besonders gut gemacht hat, kommt oft zurück: „Echt? Ich fands total schrecklich…“ Woher kommt dieser Reflex? Keine Ahnung. Vielleicht, weil ich doch nicht hundertprozentig sicher bin, meint der andere das wirklich so? Bin ich es wert, dieses Lob zu bekommen? Dabei tut Lob, ein nettes Kompliment, so gut. Das ist wie Balsam für die Seele, für den, der es bekommt, aber auch für den, der es ausspricht. Klappt aber nur, wenn der Empfänger das Kompliment dankbar annimmt und es nicht gleich wieder kleinredet. Ich übe das jetzt bewusst: einfach mal zufrieden zu sein mit dem, was ist. Und nicht gleich wieder daran herum zu kritteln. Ich bin nicht perfekt, aber doch ganz schön gut. Ich bin ein Teil dieser Welt und der Schöpfung Gottes. Über die soll er nicht gesagt haben, „naja, war‘n Versuch!“ sondern: „Das ist gut geworden, sehr gut – alles!“ Dieses Kompliment darf unser Lebensgefühl bestimmen. Gott meint das wirklich so.












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