Einfach zu viel!
Der Terminkalender ist voll. Der Berg an Aufgaben ist nicht zu bewältigen. Das zu schaffen, ist keine Selbstverständlichkeit!
Der Terminkalender ist voll. Der Berg an Aufgaben ist nicht zu bewältigen. Das zu schaffen, ist keine Selbstverständlichkeit!
So ein bisschen bin ich schon stolz darauf! Vergangene Woche war mein Terminkalender brechend voll. Liegengebliebenes, Geplantes und Ungeplantes summierten sich am Ende zu einem einschüchternden Aufgabenmix. Und doch! Schritt für Schritt habe ich eins nach dem anderen abgearbeitet und hinbekommen. Ein tolles Gefühl, aber keine Selbstverständlichkeit. Vielmehr erlebe ich das wie Petrus in der Bibel. Als Jesus den Jüngern sagt, dass er bald verraten und sterben würde, behauptet Petrus, dass er zu ihm halten und ihn sogar in den Tod begleiten werde. Aber Jesus schüttelt den Kopf und offenbart Petrus, dass er ihn noch am selben Tag dreimal verleugnen werde und so kam es. Jesus sagt aber auch Petrus: „Ich habe für dich gebetet, dass dein Glaube nicht aufhöre.“ Jesus zeigt damit: „Du kannst nicht alles aus eigener Kraft, aber mit mir wird das schon!“ Und tatsächlich, Petrus wird am Ende der, der den anderen vorangeht. Und auch ich hatte hier und da Glück, Dinge fügten sich, anderes wurde mir unverhofft abgenommen. Allein ist‘s schwer, aber mit Gottes Hilfe geht mehr!
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Lieber Benjamin
Du kannst das Abarbeiten der vielen Termine (ohne einen Erschöpfungszustand gehabt zu haben) als Erfolg sehen und stolz sein diesbezüglich. Man kann den Erfolg der Kirche bis zum Bau des St.-Petrus-Doms in Rom als Folge-Erfolg von Petrus sehen.
Nehmen wir an, Jesus hätte Petrus so erzogen für das weitere Leben: Erfundene Geschichte!: Petrus wird ein 4. Mal gefragt bei der Gefangennahme Jesu, ob er was mit Jesus zu tun hat (und also auch er jetzt verhaftet und ausgepeitscht werden will?) und dann leugnet Petrus das 4. Mal. Petrus wird dann aber gefasst (sogar noch wegen Lüge angeklagt) und mit Jesus gekreuzigt. Beide am Kreuz hängend, schaut Jesus zu diesem Verleugnungs-Verbrecher rüber und sagt: Siehst Du lieber Petrus, ich habe es Dir gesagt, dass Du mich 3x verleugnen wirst und bei 4x musste ich handeln und Dir meinen Schutz entziehen.
Es war aber real anders. Es war barmherziger. Jesus wusste einfach, wie schwach der Mensch Petrus werden würde, wenn wirklich Tod und Folter droht.
Benjamin droht kein Tod und keine Folter. Aber Benjamin kann einen Zusammenhang zwischen dieser Geschichte und seiner ToDo-Liste herstellen. Zulässig oder auch so eine Geschichte von: Egal was kommen werde, ich werde noch längere ToDo-Listen mit noch grösseren Aufgaben für Dich abarbeiten, lieber Jesus.
Bezugsfehler mag ich nicht. Ich betrachte sie als Verwischung von der eigentlichen Botschaft.
Was ist die eigentliche Botschaft, wenn Benjamin seine ToDo-Liste erfolgreich schafft?
Was ist die eigentliche Botschaft, wenn Petrus seine Aufgaben schafft?
Petrus musste mehrfach eines Besseren belehrt werden, er war aber besonders wichtig. Petrus hatte etwas Besonderes: Er konnte entschlossen handeln, wenn er wusste, was richtig ist (und auch wenn er sich eingebildet hat, dass seine Gedanken toll sind).