Kommentare
Kommentieren
An der Diskussion beteiligen?Hinterlasse uns deinen Kommentar!
Schreibe einen Kommentar
Manuskript / Download
Endlich 18 und dann ist das gar nicht sooooo toll. Bei meinen Kindern war es so, bei mir selbst und auch bei anderen: Klar, man kann Auto fahren, wenn man den Führerschein gemacht hat, abends länger wegbleiben, aber so frei wie ursprünglich gedacht, ist man doch nicht. Dazu erwarten alle mehr Verantwortungsgefühl von einem. Das kann anstrengend sein. Nun ist die Kindheit hoffentlich keine Gefangenschaft, aber eine biblische Geschichte erinnert mich an dieses Gefühl, mit der plötzlichen Freiheit überfordert zu sein. Das Volk Israel wird aus der Gefangenschaft und der Unterdrückung geführt, doch dann ist da nur Wüste. Ja, Freiheit auch, aber vor allem Wüste. Was jetzt? Manche sehnen sich zurück. Da musste man sich zumindest nicht um das Essen kümmern. Freiheit hat seinen Preis. Freiheit will gestaltet, gelebt, gefüllt werden. Gott hat den Israeliten damals versprochen, mit ihnen in die Freiheit zu ziehen. Sie haben ihn ein manches Mal enttäuscht und doch: er ist an ihrer Seite geblieben. Vielleicht hilft auch mir dieser Gedanke, wenn mir meine Freiheit Angst macht. Da ist einer für mich da.

© radio m 










Wir merken gerade, dass Abschwung herrscht.
Wir merken gerade, dass Belastungen zunehmen.
Wir merken gerade, dass unser freiheitliches System an Grenzen stösst.
Es stösst an die Grenze, dass Länder wie Ruland und Chnia gar keinen Wert darauf legen, dass man als Einzelner Freiheit hat und Freiheitsrechte geschützt werden. Aus christlichen Kreisen ist Königtum angesagt und das mit Verknüpfung von Freiheit.
Wann ich Wüste (oder wir Wüste empfinden als Volk) empfinde, ist aus meiner Sicht dann, wenn ich den Eindruck habe: Mit mir ist kaum mehr jemand unterwegs. Es gibt inzwischen so viele Meinungen und Meinungs-Beeinflusser, dass man es nicht als wohltuende Vielfalt empfindet, sondern als Vereinsamungsgefühl.
Das Thema Freiheit wird von Paulus thematisiert. Jesus befreit uns von Schuld und das macht frei. Und Schlauberger kamen dann auf die Idee zu diskutieren, noch mehr schuldhaftes Verhalten aufzuschütten, damit noch mehr Freiheit besteht und entsteht. Das ist natürlich Quatsch und sicher so von Jesus nicht so gemeint gewesen.
Freiheit und Demokratie will gelernt sein und man macht dauernd auch Fehler. Leider.
Der Mensch ist so gemacht. Er macht dauernd Fehler.
Um so kostbarer sind die schönen Sachen, die dem Menschen gelingen und jeder weiss irgend wie doch, was eigentlich richtig wäre (aber eben all zu oft eher bei anderen).
Der Mensch ist ein hochkomplexes Wesen und Staatssysteme sind immer mangelhaft.