Fang mich doch!

Manege frei für… Gott!

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Ich schaue den Zirkus von Monte Carlo: Schlangenmenschen, Feuerkünstler und ganz besonders faszinierend: die Luftakrobaten. Jedes Mal halte ich die Luft an, wenn sie das Trapez loslassen, Saltos schlagen und hoffen, rechtzeitig aufgefangen zu werden. Atemberaubend! Dabei stell ich fest: Dieses Bild kenne ich. Im übertragenen Sinn hänge auch ich manchmal in der Luft. Wenn der Job plötzlich unsicher wird. Eine Beziehung zerbricht. Oder die Nachricht vom Arzt auf sich warten lässt. Gerade in solchen Momenten bin ich dankbar für einen Gott, der mir verspricht: Ich lass dich nicht fallen. Ich halte dich fest. So wie der Artist den Händen seines Partners vertraut, so kann ich Gott vertrauen, dass er mich trägt. Deshalb sage ich ihm im Gebet meine Ängste. Manchmal strecke ich dabei bewusst meine Hände nach oben- als Zeichen, dass ich mich ihm entgegenstrecke und erwarte, dass er mich auffängt.