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„Du hast nur noch ein Leben!“ schreit das Nachbarskind zu seiner Schwester. Sie spielen das alte Spiel: man darf nicht auf die Striche zwischen den Bodenplatten treten. Ich versuch es gar nicht erst, mit meinen großen Füßen. Ein Leben, mehr hab ich auch nicht. Und nee, ich finde, es ist oft kein Kinderspiel. Manchmal frage ich mich, wie das wäre, wenn ich wüsste: morgen ist Schluss. Wäre ich erleichtert – endlich Ruhe, keine To-do-Listen mehr. Oder wäre ich traurig, weil mir dann so richtig bewusst wäre, was ich noch alles verpassen werde?! Jetzt, in der christlichen Fastenzeit vor Ostern versuchen viele einen neuen Blick auf ihr Leben zu werfen. Fasten, etwas verändern, um mit ein bisschen Abstand klarer zu sehen. Wo stehe ich jetzt gerade in diesem einen, meinem Leben, in meinen Beziehungen und vor allem zu Gott. Mir geht’s so: Je lebendiger mein Kontakt zu Gott ist, desto leichter und bewusster lebe ich auch. In allen Höhen und Tiefen. Es ist genial zu spüren: da lebt jemand mit mir. Dieses einmalige, wunderbare Leben.

Foto: erstellet durch KI, Le Chat
© radio m 










Der Beitrag stellt mir vor Augen, dass das Gefühl, eben nur noch ein Leben oder eine voraussichtliche Lebens-Chance im Leben zu haben, eigentlich ein sehr deprimierendes Gefühl ist. Vielleicht hat sich diesbezüglich schon eine depressive Stimmung eingestellt, beim jeweils betroffenem Menschen.
Meine Beobachtung und Analyse ist, dass die depressiven und niedergeschlagenen Stimmungen ihre eigene Denk-Logik haben.
Klar an dem Punkt, an dem man aus solchen Phasen rauskommt, da stimmt das wieder was Kerstin mit Elan vorbringen kann.
Ich mache mir Gedanken, ob man jemand dort unten in seinen depressiven Gedanken Verständnis entgegen bringen soll, z.B. dadurch, dass man auch ganz niedergedrückt spricht oder ob es tatsächlich generell richtig ist mit normaler menschlicher Energie-Ausstrahlung, zu sagen: Hey, komm da raus aus Deinem Tief. Gott trägt Dich jetzt. Gott trägt Dich raus.
Deutschland verarmt zunehmend und das trifft viele Menschen.
Das ist schon mal ein Umstand, der viele depressive Zustände erzeugt.
Ausserdem ist Deutschland genetisch traumatisiert vom verlorenen Krieg und dessen Leid.
Ich hab einen Bekannten, der muss mir zwanghaft ständig niederschmetternde Nachrichten schicken. Er ist richtig süchtig nach: Es wird immer schlechter und so fühle ich mich auch.
Ein Motto, das ich weitergeben kann:
„Wenn Du gesund sein willst, dann benimm Dich auch wie ein Gesunder“ (auch wenn Du am liebsten nur ständig jammern würdest).
Trotzdem fehlt es dieser Welt auch an Mitleid für erlebtes Leid!
Und da ist eben Jesus schon ein guter Anker-Punkt: Er weiss, und kann nachfühlen, was Leiden bedeutet.
Ich (als Schreiber) versuche einigermassen mit Ihnen mitzufühlen, wenn es Ihnen nicht gut geht.