Frustattacke

Befreit und vergnügt? Oder frustriert und bitter?

1 Kommentar
Kommentare
  1. Joachim S.
    Joachim S. aus der Schweiz sagte:

    Liebe Damaris
    Überhaupt zu erkennen, dass man in ungerechter Weise Frust an anderen Menschen ausgelassen hat, ist eine enorme menschliche Leistung. Die Gabe der Selbstreflektion zu haben und dann noch mit dem guten Willen verknüpft, das Frust-Weitergabe-Syndrom abstellen zu wollen – bewundernswert!. Herzlichen Glückwunsch, dass Sie diese einsehende Eigenschaft haben.
    Es gibt Sachen, die bringen das Fass zum Überlaufen, aber dann ist es eigentlich nur die Menge Wasser, die die Oberflächen-Spannung gehalten hat. Noch schlimmer sind dann eigentlich die Dinge, die das Fass zum Umkippen gebracht haben. Und ein volles Fass lässt sich schwerer umkippen.
    Das würde für uns Menschen heissen:
    Wer mehr auszuhalten hat, dauernd, den haut etwas Kippgefährliches weniger leicht um. Aber wenn das Fass mal übervoll überläuft, ja dann….. bekommt halt jemand den Schwapp-Frust ab.
    So gehen leider Viele in den sozialen Medien mit den demookratisch gewählten Politikern um (bei den faaschiistiischen Politikern trauen sie es sich nicht).

    Antworten

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Frust abgeladen. Das habe ich die letzten Wochen ziemlich oft. Abbekommen haben es: der Vertreter an meiner Haustür, der Handwerker in meinem Haus und mein Hausarzt. Sie alle hab‘ ich aus mehr oder weniger driftigen Gründen ziemlich zur Schnecke gemacht. Ja, es gab Gründe, aber vor allem bin ich schlecht gelaunt gewesen. Ein paar Sachen laufen gerade einfach nicht so, wie ich sie mir vorstelle. Und ich muss mir leider eingestehen: in den letzten Wochen bin ich immer mehr so geworden, wie ich eigentlich nicht sein möchte: Frustriert und verbittert. Und andere müssen darunter leiden. Gut, dass mir da ein Gebet des Kabarettisten Hanns- Dieter Hüsch über den Weg gelaufen ist. Hüsch sagt über Gott: „Er nahm den Gram und das Bittere aus meinem Wesen und machte mich fröhlich.“ Dieses Gebet hab‘ ich zu meinem eigenen gemacht. Weil ich glaub: Gott kann das: Den Frust und das Bittere aus meinem Wesen rausnehmen und mich fröhlich machen. Darauf hoffe ich. Für mich und für die Menschen, denen ich begegne.