Gegen alle Erfahrung
Die Erfahrungen sind eindeutig und sie sprechen gegen jede Hoffnung. Aber Jesus pfeift auf unsere Erfahrung.
Die Erfahrungen sind eindeutig und sie sprechen gegen jede Hoffnung. Aber Jesus pfeift auf unsere Erfahrung.
Mich beeindruckt diese Frau, von der der Evangelist Markus in der Bibel erzählt. Krank war sie. Sehr krank. Zwölf lange Jahre hatte sie alles versuchte, um gesund zu werden. War von Arzt zu Arzt gerannt. Nicht jeder behandelte sie gut. Ihr wurde das letzte Geld aus der Tasche gezogen. Zum Schluss hatte sie nichts mehr und gesund war sie immer noch nicht. Sie hätte wirklich allen Grund gehabt, bitter und frustriert zu sein und zu sagen: „Das bringt doch alles nichts mehr, niemandem kann ich vertrauen! Ich gebe auf!“ Hat sie aber nicht gemacht. Sie hörte von Jesus, dass er ihr helfen kann, und sagte sich: „Wenn ich nur seinen Mantel berühre, werde ich gesund!“ Statt bitter zu werden, setzt sie alles auf eine Karte: auf Jesus. Sie hat sich von den Enttäuschungen in ihrem Leben nicht nach unten ziehen lassen, sondern neues Vertrauen gewagt. Nicht resigniert, nicht aufgegeben. Sondern gehofft. Diese Frau macht auch mir Mut, Vertrauen zu wagen und zu hoffen. Auch wenn alle eigene Erfahrung dagegenspricht.
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Diese Erzählung und ihr Inhalt ist wunderbar (heilsam, schön, menschenfreundlich, volksnah).
An dieser Frau, von der die Bibel spricht, zehren Kräfte.
Es zieht an ihr eine peinliche Krankheit, die man niemandem so recht sagen kann, weil sonst die gesellschaftliche Abgrenzung noch grösser wird.
Das Thema mit dem ständigen Blutfluss ging in das Thema Scham und religiösen Scham hinüber. Wobei ich religiöse Scham als etwas sehe, dass man durch Aufklärung auch locker auflösen könnte (aber dann leider einiges anderes dann damit den Bach hinunter geht).
Was hat nun Jesus getan? Gegen welche Kraft (die die Krankheit auslöste und eklatant schlimm machte) konnte er etwas tun?