Göttliche Urlaubszeit
Endlich Urlaub! Nur was, wenn meine Gedanken auch im Urlaub die ganze Zeit um die Arbeit kreisen?
Endlich Urlaub! Nur was, wenn meine Gedanken auch im Urlaub die ganze Zeit um die Arbeit kreisen?
Endlich Urlaubszeit. Mit einem Freund habe ich mich darüber unterhalten, dass es uns manchmal schwerfällt, im Urlaub nicht an die Arbeit zu denken. „Ich kann gar nicht nicht arbeiten“…hat mir der Freund erzählt und nimmt seine Arbeit mit in den Urlaub.
Das Wort Urlaub hat im 17. Jahrhundert „Erlaubnis“ bedeutet. Mägde und Knechte haben die Erlaubnis von ihrem Arbeitgeber bekommen, eine Weile nicht zu arbeiten. Heute ist Urlaub gesetzlich vorgeschrieben. Und es liegt an mir selbst, mir die Erlaubnis zu geben, im Urlaub wirklich Urlaub zu machen. Zu tun, was mir guttut und neue Kraft gibt.
Dass Urlaub wichtig ist, wird übrigens schon in der Bibel beschrieben: „Es gibt kein größeres Glück bei den Menschen, als sich zu freuen und sich’s gut gehen zu lassen. Jeder Mensch soll essen, trinken und glücklich sein als Ausgleich für seine ganze Arbeit. Denn auch dieser Ausgleich ist eine Gabe Gottes.“ …steht im Alten Testament der Bibel. Urlaub ist also göttlich! Schöne Urlaubszeit!
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Zu diesem Beitrag und dem Hinweis, dass Angestellten früher diese erste Form von Urlaub gewährt wurde, fällt mir sofort der Firm „Was vom Tag übrigblieb“ mit Anthony Hopkins und mit Emma Thompson ein. Ich liebe diesen Film, weil er das „Fein-Emotionale“ auf mehreren Ebenen zeigt und die ständige Spannung verdeutlicht, die Menschen bei Entscheidungen des täglichen Lebens aushalten.
Weiter fällt mir ein, dass ich mal recherchiert habe über diese sog. «Ruhe vor Gott». Es gibt analog zu der Vorstellung, dass man Urlaub macht und mal zur Ruhe kommt und sich von wochenlangem Stress erholen kann, die Analogie von der «Ruhe vor Gott».
Was mich dann erstaunte: Es wird nicht erklärt, wie man zu dieser Ruhe kommt, sondern nur, dass es so was gibt. In der Bibel ist das ein ganz versteckt formuliertes Ziel. Paulus geht darauf ein.
Mit «Ruhe vor Gott» meine ich jetzt – meine ganz persönliche Interpretation – einen Zustand zu erreichen, bei dem man sich mit Gott in Ruhe befindet, die eigenen Kräfte sich stabilisiert haben und man z.B. eine schöne Landschaft oder eine Blume oder sonst etwas Schönes so richtig positiv in sich hineinlassen kann.
Dabei stört dann gar nichts, kein Termin, keine ungeklärte Sache, keine Krankheit, kein psychisch instabiler Zustand und kein Engpass.
Ja, auch die Erwartungen an «Urlaub» sind hoch und ich wünsche jedem Leser, auch zu dieser Ruhe vor Gott bzw. der Ruhe vor Jesus zu gelangen.
Wie es geht? Das ist eine schwierige Frage und wird von den meisten Therapeuten und Pastoren nur andeutungsweise erklärt. Erster Schritt: Sich entspannt danach ausstrecken.
Klingt wie ein Widerspruch: «Sich entspannt danach ausstrecken.»