Gott gegendert

Ist Gott Mann oder Frau? Oder ist bereits das Bild das Problem?

3 Kommentare
Kommentare
  1. Elisabeth Meyer
    Elisabeth Meyer aus Kirchentellinsfurt sagte:

    Unser Sohn hat im Kleinkindalter von „die Gott“ gesprochen. Er hat also ganz logisch Gott, von dem wir ihm erzählten, mit der Person seiner Mutter gleichgesetzt . So einfach kann es sein!…

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  2. Joachim S.
    Joachim S. aus der Schweiz sagte:

    Die Leute, die nicht an Bibel und Gott-System nach biblischer Überlieferung glauben, glauben an die Kraft der «Mutter Erde». Das ist sozusagen das Gegenkonzept und Mutter Erde ist verbunden mit dem Universum und im Universum ist die Kraft und die Göttlichkeit zu finden, die diesen Leuten den Raum für Spiritualität gibt.
    Ja Jesus war definitiv ein Mann. Ja Jesus sprach Gott als Vater an. Jesus schickte als Ersatz den Tröster. Gott tröstet, wie eine Mutter einen tröstet (so war es mal eine Jahres-Losung). Generell hat Gott den Menschen schon als Frau und als Mann geschaffen und für jede Frau wäre es eher hässlich, behaarte Beine zu haben oder ein behaartes Gesicht. Für einen Mann kostest es Überwindung einen Damen-Bart zu küssen oder bei der Frau voll behaarte Beine anzuschauen oder über einen behaarten Rücken zu streicheln.
    Ich habe da bei Gott zwei freche Trennlinien: Die eine Trennlinie ist die, dass die Schöpfung nicht von dem Gott ausgegangen sein muss, den sich das jüdische Glaubens-Volk und die darauf aufgepfropfte christliche Religion so ausmalt. Es könnte ein Schöpfungsteam im Himmel gewesen sein, das überwiegend aus Ingenieuren und Künstlern besteht und bestand.
    Eine andere Trennlinie ist die, dass ich «den Heiligen Geist» zur Frau wandle, so hat Gott dann eine Frau (die tröstet und hilft wie eine Frau) und Gott und seine Frau (die Heilige Geistin) haben einen Sohn, der Jesus ist. Alles in heterosexuelle Ordnungen gebracht.
    Ich provoziere damit lediglich, wie das Gendern. Ich erhebe nicht den Anspruch, dass das richtig ist, aber ich erhebe den Anspruch, dass diese Überlegungen zulässig sein müssen, ähnlich vielleicht wie der Vorschlag von Sara (Abrahams Frau), doch bitte mit der Magd ins Bett zu gehen, weil sie keine Blutungen mehr hat und deshalb extrem unwahrscheinlich ist, dass das mit dem rechtmässigen Nachkommen fürs Volk Israel noch was wird. Also: Gendern: Mitmachen nicht verboten, aber es als Zugeständnis betrachten, das es seine Berechtigung hat. Gott hat Sara’s Vorschlag nicht verhindert!

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Gendern! Für die einen ist es längst überfälliges anpassen der Sprache an eine Gesellschaft, die die Geschlechter auch in unserer Sprache gleichberechtigt wertschätzt. Für andere ist es aber ein Affront, bis hin zu Gotteslästerung. So bekam ich die Tage Rückmeldung, dass Gott Vater also Mann sei und ich mir diesen liberalen Mist doch bitte sparen solle. Aber ist das so? – „Du sollst Dir kein Bild machen!“ das steht gleich am Anfang in der Bibel, in den Geboten Gottes. Aber warum ist Gott das so wichtig, das wir uns von ihm oder ihr kein Bild machen sollen? – Ich glaube wir brauchen Bilder, die uns Gott ansatzweise begreiflich machen aber während ich gut mit einem Vaterbild klarkomme, ist es für andere mit traumatischen Erlebnissen verbunden. Mit diesem Gebot ruft uns Gott in Erinnerung, dass Gott eben mehr und anders ist als wir uns das vorstellen können und das weder das Geschlecht, noch die Ansprache, noch irgendein Bild uns von ihrer Liebe trennen können und sollen.