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Menschen. Immer wieder sind es Menschen, die andere beleidigen, einschüchtern, dem anderen das Recht absprechen zu sein, was er ist. Hass. Im Moment erleben den besonders Juden weltweit. Auch vor meiner Haustür. Ich schäme mich dafür. Hass ist ungehemmt und hässlich, man wird ihn kaum los, wie kleine, zähe Kaktusstacheln. Hilft denn gar nichts gegen Hass? Es klingt so naiv und weltfremd, aber ausgerechnet Menschen, die Hass am eigenen Leib erlebt haben, sagen: Liebe. Gegen Hass hilft nur Liebe. Liebt eure Feinde, hat Jesus – selbst ein Jude – gesagt. Bittet für die, die euch verfolgen. Wie krass, wie unvorstellbar! Und doch, ist miteinander reden, sich kennenlernen und zuhören, der einzige Weg um miteinander klar zu kommen. Auch Martin Luther King, war als Christ, Bürgerrechtler und Vorkämpfer gegen die Trennung von schwarz und weiß in den USA, Zielscheibe von Hass und Gewalt. Trotzdem oder gerade deshalb, hat er gesagt: „Hass lähmt das Leben, Liebe befreit es. Hass verwirrt das Leben; Liebe bringt es ins Gleichgewicht. Hass verdunkelt das Leben; Liebe erleuchtet es“. Raus aus der Hassspirale kommen wir nur so. Lasst uns lieben, Leute. Mit aller Kraft.

radio m
© radio m











Der Vergleich mit Hassen und Lieben, klingt irgendwie plausibel, ist aber wirkungslos, wenn wirklich gehasst wird.
Das Gegenteil von Lieben ist Vernachlässigung oder „Links liegen lassen“.
Hassen ist eine menschliche Energieform. Man kann mit Hassen menschliche Energie mobilisieren.
Ich denke, man muss gegen Hass so arbeiten: „Hass und bezüglich / weniger hassen, als Erfolg sehen“ „nachdenken“, „gut argumentieren“.
Wenn man die Welt nach dem Jahr 1929 (Börsen-Crash in den USA) anschaut, hätte man eigentlich den falschen Fortschritts-Glauben und das kollektive Streben nach „schnellem Geld“ hassen sollen, seine eigene Gier hassen sollen, seine eigene Verführbarkeit hassen sollen. Man hasste aber etwas anderes.
Beim Thema „Hassen“ sollte man das Thema «wer zum Sündenbock gemacht wird», vorrangig anschauen. Wer muss die kollektive Schuld meines eigenen Landes stellvertretend tragen? Der Hass auf Juudeen ist nach meiner Meinung eine Sündenbock-Geschichte.
Die Frage lautet: Wollen wir Fehler aus der Vergangenheit wiederholen? Haben wir Vergangenheit bezüglich „dem Hassen“ richtig verstanden, was da passierte?
Bei all diesen Filmen, die wir aus schlimmen Zeiten sehen: Wir können uns die Not gar nicht vorstellen und wie empfänglich es die Leute für Sünden-Bock-Denken machte.