Herzlich handgeschrieben

Smartphone-Getippe und Computertastatur sind uns vertraut, Handgeschriebenes wird zur Ausnahme. Aber es kann zum Geschenk der Liebe werden.

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„Papa, was steht da?!“, ruft mein Sohn leicht genervt. Ich hatte ihm einen Zettel geschrieben mit ein paar Jobs, die er machen sollte, macht eh schon keinen Spaß, und dann konnte er ihn nicht mal lesen. Ich und Handschrift? Ist jetzt nicht so die ideale Kombi. Dabei weiß ich es aus eigenem Erleben: Handgeschriebenes lese ich anders. Erst handgeschriebene Briefe. Bei meinem letzten Brief, der mir wichtig war, habe ich sogar vorher ein bisschen geübt, damit es lesbar wurde. Weil er mir eben sehr wichtig war. Und weil es etwas bedeutet, wenn man sich hinsetzt und von Hand und damit eher auch von Herzen schreibt. Erst recht wenn‘s darum geht. Ich glaube, es lohnt sich, hin und wieder von Hand zu schreiben, sich Zeit zu nehmen, weil es Zeit kostet, wenn man sonst nur Computertastatur oder Smartphone-Getippe gewohnt ist. Es lohnt sich, weil ich mir für den anderen Zeit nehme. Und ich glaube, für nichts anderes sind wir hier auf der Welt. Um uns füreinander Zeit zu nehmen.