Hiobs Botschaft
Sein Name steht für nichts Gutes: Hiob. Aber seine Botschaft könnte uns unheimlich guttun. Wenn wir ihr glauben.
Sein Name steht für nichts Gutes: Hiob. Aber seine Botschaft könnte uns unheimlich guttun. Wenn wir ihr glauben.
Wo führt das alles hin? Immer neue Hiobsbotschaften treffen uns. Kaum ein Klimaschutzziel wird erreicht. Stattdessen heizen wir die Welt immer weiter bedrohlich auf. Immer mehr Menschen können ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen, denn die Preise steigen, die Gehälter aber nicht. Und dann das Brodeln zwischen Ost und West. Wie weit wird der Ukraine-Konflikt gehen? Interessant ist, der Namensgeber der Hiobsbotschaft Hiob war ein frommer Mann aus der Bibel. Nach langem Leidensweg stellt er fest: Gott als Schöpfer der Welt weiß, wie unser Leben funktioniert. Und deshalb sei es weise, sagt Hiob, Gottes Weisheit zu vertrauen. Jetzt ist Vertrauen nicht leicht und gerade Hiob musste viel erleiden, seine Geschichte zeigt mir aber: Gottes Blick auf die Welt ist umfassender als unserer. Sprich, selbst wenn wir die Zusammenhänge nicht verstehen und viel Leid unverständlich ist, dürfen wir dennoch darauf vertrauen, das Gott uns liebt und hält. Für mich eine Geschichte, die mich mit Blick auf unsere Probleme hoffen lässt!
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Die Hiobs-Geschichte fängt ja damit an, dass der Teuel mit Gott verhandeln darf. Es gibt Hinweise, dass dieser Text-Abschnitt erst später hinzugefügt wurde. Egal hier jetzt.
Wenn wir schon so begehrlich nach der Wahrheit sind, so hätte Hiob zu der Erkenntnis kommen können: Nicht Gott testet mich, sondern der Satn und Gott zusammen testen mich. Der Satn mit dem Unterschied, dass er (nach Vorstellungskraft) seine helle Freude daran hat, das machen zu dürfen und bei Gott gehen wir davon aus, dass es IHM weh tut (wie es ihm auch weh tat, seinen Sohn Jesus so leiden zu sehen zu müssen am Kreuz).
Hiob muss sich mit dem Leid auseinandersetzen und die Freunde von Hiob auch. Das Leid seiner unschuldigen Kinder spielt keine Rolle, denn sie sind tot (es war auch kurz). Die Frau von Hiob wird noch gebraucht als diejenige, die Hiob in Versuchung bringt, Gott die Treue im Geist wohl besser abzuschwören (Ihr Leid war sicher auch gross.).
Leid spielt eine grosse Rolle, sobald «ich» Lebewesen erschaffe, die Leid empfinden können. Wenn in einer verschlossenen Plastiktüte mit Joghurt wertvolle und gute Mikroorganismen von Fäulnis-Bakterien (die unter Sauerstoffabschluss die Stärkeren sind) aufgefressen werden, so kann man dort von Leid sprechen, das die einen erleiden und die anderen zu ihrem Vorteil haben. Was da mit den guten lebendigen Mikroorganismen passiert, tut uns Menschen nicht weh! Uns tut höchstens der Verlust des Essens weh.
Vielleicht muss Gott und musste Gott auch lernen, was er sich da für «Probleme» geschaffen hat, mit der Erschaffung eines so komplexen Wesens, wie den Menschen.
Ich bin kein Experte in dieser Geschichte, aber Hiob kam zu der Erkenntnis: Wenn Du grosser Gott was macht, machst Du es einfach und wir Menschen (und ich als kleiner Mensch) ist ein bedeutungsschwächeres Wesen und mir steht es nicht zu, es zu kritisieren.
Und zudem die Erkenntnis: Wir mit unserer Einstellung formen Gott mit (Hiob formt und formt, monatelang), was ER wohl ist. Leid bleibt aber Leid. Und Leid löst enorme Energie frei, um sich über Sinn des Lebens und über die Liebe Gedanken zu machen.