Worauf warten wir?

Der Advent beginnt endlich bald, das Warten hat ein Ende. Dabei geht es jetzt erst richtig los. Aber worauf warten wir eigentlich?

1 Kommentar
Kommentare
  1. Joachim S.
    Joachim S. aus der Schweiz sagte:

    Was machen, wenn die Basisschrift des Glaubens nicht ganz in Ordnung ist? Diese Unordnung wird gefüllt im Volksmund durch feine Leckerlis und das besonders in der Weihnachtszeit.
    Nun ist das eine heftige Behauptung, dass die Basisschrift nicht ganz in Ordnung sein soll. es sind schliesslich „heilige Schriften“.
    Wir kennen das von den Menschen im Orient. Sie entwickeln soziale Systeme, die uns erstaunen, ähnlich, wie es mit unserer Weihnachtskultur ist.
    Alle möglichen und verschiedenen Weltuntergangs-Beschreibungen in der Bibel, sind erstens nicht vereinbar im Detail untereinander und zum anderen grausig frustrierend.
    Wer sagt denn, dass die Liebe erkalten wird gegen Ende der Tage?
    Im Christentum ist durch solchen Text so etwas wie eine Misserfolgsgarantie eingebaut.
    Wer das nicht wahrhaben will, soll sich mal die Mühe machen und die unterschiedlichen Darstellungen, wann und wie Jesus wiederkommt und wie dabei gleichzeitig «die Welt» untergeht und sich verdunkelt, mal rausschreiben und vergleichen. Da gebe ich dem Markusevangelium und der Offenbarung ganz schlechte Logik-Karten. Aber was würde mit der Menschheit passieren, wenn es so beschrieben wäre: «Wenn Jesus wiederkommt, stellt er die problematischen Sachen ab. Ab da wird es dauerhaft gut und Umweltschutz, Schutz der indigenen Völker und liebevolles Miteinander der Menschen kommt dann auf einen Höhepunkt».
    Darf man so was glauben, auch wenn es anders in der Bibel steht?
    Darf man Weihnachten und die Weihnachtszeit so interpretieren, dass es volksnah kuschelig ist? Ja, darf man, ja in Weihnachten steckt einfach etwas Liebes. In der Liebe Jesu zu uns Menschen steckt was Verehrungswürdiges, das man festlich angehen darf.

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Seit September höre ich täglich: Wann kriege ich meinen Adventskalender? Bald ist die Warterei geschafft. Dafür startet heute schon die nächste: Der Advent beginnt. Mit der ersten Kerze vom Adventskranz, den ersten Plätzchen. Nur: Worauf warten wir eigentlich? Wirklich nur auf Heiligabend und „coming home for christmas“? Nein, unser Blick soll im Advent weit über Heiligabend und die Lichterkette am Fenster hinausgehen. Weiter und höher. Hoch zum Himmel, zum Versprechen von Jesus, dass er eines Tages wiederkommt und die Welt ganz neu und besser wird. Und runter auf die Erde, dorthin, wo Jesus diesen Weg mit uns Menschen längst begonnen hat. Als Baby, als Mensch und Vorbild. Der alle um ihn herum hat wissen lassen, was bei Gott wirklich zählt: Liebe und Gerechtigkeit, der Einsatz für Frieden, Wahrheit und Fairness und ein Leben, das hier beginnt, aber mit dem Tod nicht endet. Und das Bewusstsein, das Gott da ist und dableibt. Um uns und wenn wir es zulassen, in uns. So wie es in dem alten Adventslied heißt: Macht hoch die Tür, die Tor macht weit.