Hurra, ein Mädchen!

Wird ein Junge? Wird es ein Mädchen? Warum ist das für uns wichtig, wo wir doch jeden seine Persönlichkeit frei entwickeln lassen wollen?

1 Kommentar
Kommentare
  1. Joachim S.
    Joachim S. aus der Schweiz sagte:

    Einer meiner grössten Aufgaben, die ich im religiösen Bereich gerade sehe, ist es eine Basis zu schaffen, die uns flexibel macht und uns auch erlaubt, gewisse Sachen (auch aus der Bibel) mit guten Gewissen über Bord zu werfen.
    Wie wir denken, z.B. in der Angelegenheit «rosa» oder «hellblau» ist eine Frage der Normung. Wir brauchen Normungen und das hat Deutschland nach dem Krieg sogar wirtschaftlich sehr erfolgreich gemacht. DIN-Normen sorgen dafür, dass der Empfänger sich auf das Resultat verlassen kann.
    Da wird ein Kind rauskommen und kein Tintenfisch zum Beispiel.
    Viele Menschen begreifen nur, wenn da irgendwas nicht stimmt am System (besonders wenn das System übertreibt mit seinen Dogmen).
    Nur wenige Menschen begreifen das System dahinter, rückwirkend schon eine grosse Mehrheit.
    Es gibt den Menschen Sicherheit, dass nur Junge oder Mädchen rauskommt, aber nicht Junge oder Mädchen oder Divers oder es kommt ein Junge raus, der sich aber dann zum Mädchen verwandelt zu einem späteren Zeitpunkt.
    Vielfalt: Will Gott sie? Ist Vielfalt für Gott interessant oder ein Ärgernis. Gibt es sie real?
    Für Diktatoren ist Vielfalt ein Ärgernis. Ist Gott deshalb eher wie ein Diktator?
    In USA gibt es für die Auslands-Öffentlichkeit nur 2 Parteien, entweder so oder so. Himmel oder Hölle, guter Gott oder böser Satan, Mann oder Frau, Frau oder Mann, Junge oder Mädchen. Die Parteienlandschaft in Deutschland zeigt eher Vielfalt.
    Was sollte uns gefallen, was steht in der 2. Bibel: Unser anteilig ungetrübtes Gewissen in uns.
    Man kann davon ausgehen, dass unser (gutes) Gewissen von Gott programmiert wurde und Alarmglocken sollten glöckeln, wenn etwas nicht mit diesem kollektiv gutem Gewissen der Menschen übereinstimmt, ist wahrscheinlich etwas auch nicht in Gottes Sinn (obwohl dazu sogar etwas in sich Widersprüchliches in der Bibel steht). Es steht z.B. in der Bibel, dass man Ehebrecher, Kinderschänder und Homosexualität praktizierende Männer nicht am Leben lassen soll. Schuldvergebung steht aber auch in der Bibel. Was nun?
    Die Menschheit ist momentan auf einem Weg, eher auch Rückschritte zu machen, wie mir scheint. Die Werbung lügt uns z.B. dauernd an. Ein Schoko-Riegel, der Dir ein glückliches Familien-Leben ermöglicht. Auch so ein System. Ein neuer Kinderwagen macht Dich glücklich!

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„Na, was wird es denn? Junge oder Mädchen?“ Wie wäre es denn mit: „Es wird ein Tintenfisch.“ Oder: „Es wird ein Mensch!“ Vielleicht ein bisschen schnippisch diese Antwort, aber was fange ich denn mit der Antwort an, ob es ein Junge oder Mädchen ist? Bestimmt das die Kinderwagenfarbe? So oft betonen wir, dass Kinder nicht so klischeehaft erzogen werden sollen, denn auch ein Junge soll die Möglichkeit haben, Sekretärin zu werden. Ah nein, es ist so, dass Mädchen das Recht bekommen sollen IT-Spezialistin zu werden. Nun ja. Und andererseits gibt es aufwendige Babypartys, auf denen das Geschlecht des zukünftigen Erdenbürgers, der zukünftigen Erdenbürgerin, verkündet wird. Und das alles in rosa oder blau. Unzweifelhaft gibt es ein biologisches Geschlecht. Doch das speist sich nicht aus rosa oder blau und gibt auch nicht die Berufswahl vor. Etwas mehr Neutralität wäre also schon angebracht. Im Übrigen hat sich Gott selbst nicht auf ein biologisches Geschlecht festgelegt. Zumindest ist mir da nichts bekannt. Und sein Name „Jahwe“, wie Gott in der Bibel heißt, deutet ebenfalls auf kein bestimmtes Geschlecht hin. Gott spricht von sich selbst als der „Seiende“, als „ich bin, der ich bin“. Ich finde das eigentlich einen guten Ansatzpunkt. Jeder Mensch ist, wer er ist. Geben wir diesem Menschen doch auch immer wieder die Chance, zu dieser Person zu werden, als die Gott ihn geschaffen hat, und legen sie nicht durch Äußerlichkeiten fest.