Ich muss gar nichts

Dürfen darf man alles, müssen muss man nichts. Singen „Die Prinzen“. Warum reden wir dann so viel von Jesus?

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Musst du das nicht sagen?“, fragt ein Freund, der mich nach meinem Glauben gefragt hatte. Es ist ein nach wie vor für mich bedrückendes und sogar erdrückendes Bild, dass Christen ihren Glauben weitergeben MÜSSTEN! Sicher will ich nicht verschweigen, dass es tatsächlich ein, zwei oder sogar drei Generationen gab, die dachten, sie bekämen Punkte im Himmel, wenn sie möglichst viele auf ihre Seite zögen. Und weil das mit Angst und Druck so super funktioniert, drohten diese Christen gerne mit ewiger Verdammnis oder anderen Schreckgespenstern. Aber welche Seite war das am Ende? Die von Gott oder doch ihre ganz eigene? Ich glaube, ich muss gar nichts. Aber genauso wenig, wie wir uns wundern, dass Fußballfans, Autoenthusiasten oder Physik-Nerds begeistert ihre Passion teilen, erzähle ich begeistert von einer Lebensweise, die wertschätzt, hofft, unmöglich Erscheinendes als möglich erachtet oder anders: von Gott inspiriert ist. Vielleicht macht das andere neugierig, vielleicht auch nicht. Für mich ändert sich dadurch nichts und es liegt auch nicht in meiner Hand. Ob Gott überzeugt, liegt bei Gott und jeder, die sich auf ihn einlässt.