Ich staune

Einfach abhaken und nach vorne schauen – so können wir das alte Jahr beenden. Aber es geht besser und mit vielleicht schönen Überraschungen.

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Der Trick funktioniert immer noch. Schreib irgendwo „neu“ dazu und alle gucken hin. Klappt auch bei mir. Gewohntes schiebe ich gedanklich schnell beiseite. So wie das alte Jahr. 2023 ist noch neu. Neue Jahreszahl, draußen wird’s langsam wieder heller, noch viele freie Flächen im Kalender. Alles ist möglich, sagt mein Gefühl, ach Gott, ich freu mich drauf! Der Kopf sagt eher: Naja, das dachtest du letztes Jahr auch. Und dann kam der Krieg in der Ukraine, die Inflation und was weiß ich noch. Das Gute, Erfreuliche, Unerwartete, das gab es ja auch in meinem Leben. Momente, für die ich Gott so dankbar war. Ich vergesse sie nur viel zu schnell. Was hilft? Bevor ich ihn wegwerfe, schaue ich manchmal bewusst in meinen alten Kalender. Was alles los war, was ich geschafft oder auch nur irgendwie durchgehalten habe. Oft komme ich dann ins Staunen: Alleine hätte ich das nie geschafft. Und irgendwie ist doch vieles gut geworden. Was war, das macht mir Mut für das, was kommt. Ich glaube, Gott war da und er bleibt da. Bei uns.