Nach oben fliegen

Mehr Leichtigkeit wäre schön, dann könnten wir der derzeitigen Schwere etwas entgegensetzen. Aber wie kriegen wir das hin?

1 Kommentar
Kommentare
  1. Joachim S.
    Joachim S. aus der Schweiz sagte:

    Was mir schon oft geholfen hat: Wenn zu viel im Kopf rumgeht, einen Zettel nehmen und alles aufschreiben, was kommt. Egal was kommt, geordnet oder ungeordnet. Der Effekt ist der: Man merkt dann mit der Zeit, was los ist aus der Vogelperspektive. Der Kopf über dem Blatt gibt einem dann so das Gefühl von drüber stehen, nach einer gewissen Zeit. Und klar: Das Gebet an Gott kann auch mit auf dem Blatt stehen. Für mich interessant: Wie sieht uns Gott oder der zuständige Engel an, wenn wir wieder mal so an der Grenze sind?

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Kaum ist es Frühling, sprießen sie in den Gärten wie die Krokusse: die Gartentrampoline. Kreischende Kinder, hüpfende Omas, sogar Hunde hab ich schon drauf gesehen – die Dinger machen einfach Spaß. Vielleicht, weil sie neue Leichtigkeit ins Leben bringen? Kann man ja auch gebrauchen in diesen Tagen, wo nicht nur Tanken schlechte Laune macht. Auf dem Trampolin fühle ich mich schwerelos und frei von allem, was mich sonst – im wahrsten Sinne des Wortes – runterzieht. Aber: Beim Hüpfen geht mir auch viel durch den Kopf: Sorgen um meine Kinder, Angst vor Krieg. Aber auch ganz banale Dinge: nervige Anrufe bei Behörden, der unaufgeräumte Keller, zu viel zu tun und zu wenig Zeit. Am liebsten würde ich alles abwerfen, wie Sandsäcke von einem Heißluftballon. Was mir tatsächlich hilft, ist: Reden. Mit Menschen, die ich mag, mit denen ich Gedanken sortieren und unnötige Sorgen weglachen kann. Und die Probleme, für die ich keine Lösungen sehe, gebe ich Gott weiter. Ja, echt! Weil Gott immer Zeit hat und ich mit ihm reden kann, wie mit einem Freund. Beten, das hat Martin Luther mal gesagt, heißt, Gott den Sack vor die Füße werfen. Ob das was bringt? Nur Versuch, macht klug. Vielleicht beim nächsten Hüpfen auf dem Trampolin. Lasst euch überraschen…