Jetzt ist die Zeit!
Kirchentag in Nürnberg mit sehr ansprechendem Motto: Jetzt ist die Zeit! Wofür ist jetzt die Zeit?
Kirchentag in Nürnberg mit sehr ansprechendem Motto: Jetzt ist die Zeit! Wofür ist jetzt die Zeit?
Das Gestern kann ich nicht mehr ändern und das Morgen kann ich heute noch nicht sehen. Also: Jetzt ist die Zeit. / Das ist das Motto des Deutschen Evangelischen Kirchentags, der in dieser Woche in Nürnberg stattfindet. Jetzt ist die Zeit – darüber wird diskutiert, reflektiert, meditiert. Für mich bedeutet diese Verknappung eines biblischen Verses, dass ich ins Tun komme. Nicht dem Alten nachhänge. Heute die Chancen sehe, die gerade jetzt vor mir liegen. Sie mutig ergreife, weil es vielleicht morgen schon zu spät ist. Jetzt ist die Zeit, das hat Jesus gesagt und mit seinem Wirken begonnen. Er hat sich gezeigt, um den Menschen nahe zu sein, ihnen zu helfen, um Ungerechtigkeiten und Falschheiten aufzudecken. Jetzt ist die Zeit – was könnte das für mich bedeuten? Vielleicht ehrlich benennen, dass ich mich verrannt habe, dass ich übersehen habe wie schlecht es einem mir lieben Menschen geht. Vielleicht Schluss machen mit dem Gedanken, dass die Klimakrise schon nicht so schlimm sein wird. Jetzt ist die Zeigt, sagt Jesus. Was ist jetzt an der Zeit? Zeig es mir Jesus und hilf mir dabei es anzupacken.
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Das Schlimme ist, dass wir nicht wissen, was wir für eine Zeit haben.
Das ist das Schöne an Bibel-Betrachtungen. Alle Geschichten sind in der Vergangenheit und man weiss den Ausgang. Beispiel: Paulus kam ins Gefängnis, kam aber auch wieder raus.
Kommt jemand aktuell ins Gefängnis, weiss man eben nicht, in welcher Zeit er/sie drin ist und da kann dieses und jene passieren und das löst Unsicherheit und Ängste aus z.B. für den Partner oder andere Mitstreiter.
Ist gerade die Zeit des Aufstandes? Ist gerade die Zeit des Aushaltens? Ist gerade die Zeit eines Neuanfanges?
Bezüglich Neuanfang der Kirche, kenn ich eine Möglichkeit: Zugeben, was allen (normalen) Menschen (oder ist Otto-Normal-Bürger hier der bessere Begriff) Mühe macht mit dem Glauben und weitläufig wirklich fair wäre. Fair heisst z.B., dass wenn etwas von „Ewiger Strafe“ in der Bibel steht (im Vergleich zum „Ewigen Leben“, das als Belohnung suggeriert wird) eine Korrektur hermuss. Es existiert praktisch Missbrauch mit religiösen Texten. In der Praxis wird es nicht erwähnt (also kein Missbrauch), aber stillschweigend toleriert, was aber im Grunde genommen Gewalt gegen Andersgläubige ist oder Gewalt gegen die, die eben wegen so einem Schmarrn die Finger vom ganzen Glaubens-System lassen.
Und ich möchte wetten, dass am Kirchentag die Emanzipierung der Frau innerhalb der Kirche im Vordergrund steht und sich keine Frau für die Emanzipierung gegenüber vereinzelt vorkommenden «Unfair-Bibel-Texten» einsetzt, weil das wieder zu viel Stress machen würde in der Praxis. Meine Meinung.