Keine Träne verloren

Wir sehen momentan unendliches Leid, aber es ist bei weitem nicht das einzige in unserer Welt. Wie hält man das aus?

1 Kommentar
Kommentare
  1. Joachim S.
    Joachim S. aus der Schweiz sagte:

    Da taucht es wieder auf: Das kleine Kind, der kleine Junge
    Im Beitrag geht es um Trost.
    Welchen Trost geben wir wirklich?

    Ich fand früher den Trost gut:
    Warts ab, Gott wird gegen das Böse siegen, früher oder später.
    Dein Vater ist für eine gute Sache gestorben.
    Noch schlimmer ist es, für eine sinnlose oder falsche Sache zu sterben, was bei russischen Soldaten eher der Fall ist (zumindest moralisch).
    Und von uns West-Europäern ist es zu viel verlangt, so ein Risiko freiwillig einzugehen.
    Dein Vater war mutig und daher darfst Du stolz sein und es wird Dich stark machen fürs Leben.

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Es ist wirklich kaum auszuhalten, was Menschen erleben müssen. Ich denke an einen kleinen Jungen aus der Ukraine. Er kam mit Verwandten nach Deutschland, die Mutter schon vor einigen Jahren an Krebs gestorben und jetzt ist sein Vater im Krieg getötet worden. Wieviel bittere Tränen müssen fließen angesichts solcher Situationen. Und ich stehe daneben und bin hilflos. Kann nur hoffen. Für den Jungen, dass er trotz allem Geborgenheit erfährt. Von Menschen, die ihn stützen, halten und trösten. Und dass er irgendwann einmal spüren darf, dass bei Gott Tränen sein dürfen und dass keine einzige Träne verloren geht. In der Bibel heißt es in den Psalmen: „Sammle meine Tränen in einen Krug, ohne Zweifel, du zählst sie!“ Bei Gott geht keine Träne verloren. Jedes Leid, jede Träne berührt sein Herz. Er ist mitten drin in allem Schmerz. In unserem Schmerz. Im Schmerz des kleinen Jungen. Auch dafür ist Jesus am Kreuz gestorben, um uns zu zeigen: Kein Leid, kein Schmerz kann Gott hindern, uns nahe zu sein. Damit wir wieder heil werden, auch wenn wir uns das im Moment gar nicht vorstellen können.