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Der blinde Mann tastet sich mit seinem Blindenstock vom Gehweg runter und überquert flott die Straße. Der traut sich was, denke ich. Der sieht doch gar nicht, ob da ein Auto kommt. Aber, er hört es vermutlich. Vielleicht fühlt er es auch, ganz anders als ich? Neulich habe ich eine Taufe mitgefeiert. Auch ganz anders. Ein Teenagermädchen mit Sauerstofftank und Nahrungssonde, gestützt von ihren Eltern, hat gefeiert. Ein Mädchen, das manchmal lustige Sachen sagt. Kognitiv eingeschränkt, schwerstkrank, steht in den Arztberichten über sie. Lange war unklar, ob sie überhaupt das Schulalter erreicht. Nun spricht und läuft sie. Aber selber glauben an Gott, kann sie das überhaupt? Ich habe erlebt, wie dieses Mädchen immer und überall betet, auch für ihre Pflegekräfte, die gerade aus der Tür gegangen sind. Sie redet mit Jesus, als säße er neben ihr. Ihre Kinderbibel kennt sie auswendig. Glauben ist für sie keine nette Theorie. Er gehört zu ihr und ihrem Leben. Ganz selbstverständlich. Dieses Mädchen glaubt, weil sie vertraut. Auf eine kindliche Art, aber mit allem, was sie ist und kann. Sie weiß vielleicht vieles nicht, dafür aber eins ganz sicher: mit Jesus an ihrer Seite hat sie keine Angst mehr in ihrem Leben. Ich glaube, das ist schon genug.












Das mit dem Kind ist wieder eine Vereinfachung: Es kennt nur die Kinderbibel, es kennt nicht die Bibel. Es betet ganz einfach. Es vertraut ganz einfach. Der Beitrag suggeriert: Wenn dieses „behinderte Kind“ das kann, warum nicht auch ich. Nun ja, ich will nicht behaupten, dass ich keine Behinderung hätte, aber eines kann ich sagen: Ich kann die ganze Bibel lesen. Nun konfrontiere mal dieses Kind mit der Aussage, dass alle Ungläubigen (oder nicht von Jesus geretteten) in der Hölle landen und dass der Santn der Fürst dieser Welt ist und so dir nix mir nix, aber Jesus die Oberherrschaft anbieten kann über diese Welt.
Vereinfachen wir doch mal in diese Richtung: Der Santn ist der Fürst dieser Welt, also kaufe Dir ein Fettes Auto und denk nur an Kohle verdienen, dann kommt die Kohle wie bestellt zu Dir. Wenn der Santn allerdings Dir das dann mal aus einer Laune heraus nicht mehr gönnt, nimmt er Dir schmerzhaft viel – und „liebe Gläubige“ verunsichert er besonders gerne. Liebes Kind, so einfach ist das!