In hohem Bogen weg!

Müll muss weg. Beim materiellen Müll ist das einfach, aber wenn die Seele mit Müll vollläuft? Lässt sich auch etwas machen…

1 Kommentar
Kommentare
  1. Joachim S.
    Joachim S. aus der Schweiz sagte:

    Ich sehe 2 grosse positive Kräfte:
    Zum einen eine ungeheure Vielfalt und Schönheit und Genialität in der Natur bis hinaus ins Universum. Eine bewundernswerte Schöpferkraft.
    Zum anderen sehe (und verstehe ich), dass im Lebewesen Mensch (auch in vielen Tieren, besonders Haustiere), Liebe existiert und erlebbar ist. Der Mensch ist zu ganz komplexen Gefühlen und Gedanken fähig.
    Das Gute will sich ständig vermehren und das Böse will sich ständig vermehren.
    In der Natur stellt sich die Frage, ob das Gesetz von „fressen“ und „gefressen werden“ irgend etwas Böses in sich hat? Bei Menschen ist dabei schnell das Böse mit im Spiel.
    Inclusive unserer Gedanken ist es eine Notwendigkeit in dieser Natur zu überleben und unsere belastete Psyche immer wieder auszuhalten.
    Wie ist es nun mit den Gebeten zu Jesus?
    Ich denke, hinter „Jesus“ steckt zum einen eine Ideologie und zum anderen eine reale Gottheit. Man kann über Jesus wirklich Müll entsorgen.
    Jesus gibt uns Grund, zu vergeben und den anderen nicht „fressen“ zu müssen.
    Echte Vergebung bleibt trotzdem wiederholend sehr harte Arbeit in der Psyche!
    Auch sich selbst sollte man nicht „auffressen“, weil man meint, das sei gut.
    Jesus gibt uns Grund, massvoll zu leben.
    Ja: Müll entsorgen und möglichst beschwingt durch den Tag gehen!

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Wenn ich vom Wertstoffhof wegfahre, bin ich immer ein bisschen beschwingt. Dabei ist der Platz schlammig-grau und voller Container mit Möbelschrott und Altpapier. Aber kaum lasse ich meine alten Kartons in hohem Bogen in den Container fliegen und das Unkraut auf seinen Haufen, stellt sich das gute Gefühl ein: Auto leer, Ballast weg, durchatmen. Das ist besser als Yoga. Fehlt nur noch der Container für seelischen Ballast: Zukunftsängste, Krankheit, Sorgen um die Kinder… Einfach in hohem Bogen weg. Das wär’s! Oder vielleicht auch nicht, denn mir was fehlen. Oder besser: jemand. Ein Gegenüber, das zuhört und versteht. Jemand, der sagt: Hast du schon mal so drauf geschaut? Leider hat gerade dann oft keiner Zeit, außer Jesus. Der hat immer Luft und außerdem gesagt: Kommt alle zu mir mit dem, was euch belastet. Ich schenke euch neue Kraft. Also, warum nicht! Ich rede mit Jesus, man kanns auch beten nennen. Laut, leise, beim Kartons entsorgen. So wie mir der Schnabel gewachsen ist. Und ja, auch wenn Jesus mir nicht direkt gegenübersitzt, irgendwas tut sich danach immer. Die Umstände, meine Gedanken, es bewegt sich was. Oder ich mich.