Lass dir vergeben

Manchmal hilft es nicht zu wissen, dass jeder Fehler macht. Manche Fehler sind zu groß, um einfach über sie hinwegzusehen. Und dann?

1 Kommentar
Kommentare
  1. Joachim S.
    Joachim S. aus der Schweiz sagte:

    Viele Christen leben irgendwie schizophren. Warum? Beispiel:
    Gott gegiert die Welt, aber der Satan ist der Fürst dieser Welt, steht in der Bibel.
    Paulus spricht von den Kräften, gegen die sie kämpfen müssen, wenn sie das gute Evangelium von Jesus Christus verbreiten.
    Ich stelle mir folgende Frage für Christen: Wenn wir auf so frischer flüssiger Kacke so kleine wohlige Inseln bekommen, auf denen es sich noch einigermassen gut leben lässt, was ist das dann: Gnade von Gott? Gerechtigkeit von Gott?
    Blöderweise gibt es noch einen spannenden Effekt obendrauf: Lässt es Gott den Menschen gut gehen, fragen sie nicht nach Gott und leben ihr abstruses Leben.
    Beispiel, denen gehts gut: 2 junge Leute in der Tankstelle an der Kasse vor 2 Tagen erlebt: 6 Schachten Zigaretten auf einmal gekauft, dann noch belegte Brötchen, dann noch 3 Dosen Getränke. Der Mann biss gleich in das Brötchen rein, noch bevor seine Partnerin gezahlt hatte und griff gleich auf die stehende Dose ein und öffnete sie noch stehend auf dem Ladentisch cool mit einer Hand. Dann nölte er noch während des Zahlvorgangs, schnell 1 Jahreslos von der Lotterie obendrauf zu bekommen, also Zahlvorgang abbrechen neu berechnen, dann sind sie draussen in einen nagelneuen Maserati-Sportwagen eingestiegen, ca. 25 Jahre alt die beiden. Es gibt das Sprichwort: «Wo Geld ist, scheisst der Satan noch ne Portion mit drauf (oder so ähnlich).»
    Und unsere Inseln werden kleiner. Empfindest Du nicht auch so? Lösung deinerseits?

    Antworten

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Lobet den Herrn, der schweigt! In solcher Zeit – vergib, o Hirt, – ist Schweigen ein Verbrechen. Doch wie es scheint, ist seine Heiligkeit auch für das frömmste Lämmlein nicht zu sprechen. – Ein kleiner Auszug aus einem Gedicht der jüdischen Dichterin Mascha Kaléko, die diese Zeilen im Exil 1945 schrieb. Damals tobte der zweite Weltkrieg und Kaléko haderte mit Gott, der dieses ganze Leid geschehen ließ. Und auch heute stehen wir vor der Frage: Wie kann Gott zulassen, dass hunderttausende Menschen in der Ukraine Gewalt, Zerstörung und Vertreibung erleiden müssen? Oder dass unsere Klimasünden ausgerechnet die Ärmsten auf dem afrikanischen Kontinent als erstes treffen? Also diejenigen, die am wenigsten dazu beigetragen haben? Eine Antwort darauf habe ich nicht, denn wer kann von sich sagen, dass er Gott verstanden hat? Was ich aber bezeugen kann, ist: Gott nimmt uns die Folgen unseres Tuns nicht ab, aber ich habe erlebt, wie Gott mich für meine Fehler nicht verurteilt, sondern da ist, Frust erträgt und Hoffnung macht, wenn ich wegen meiner Fehler nicht mehr weiterweiß und ihn um Hilfe bitte.