Lass los – echt?
Immer wird’s was geben, dass wir tun müssen aber wie viel davon hängt wirklich von uns ab?
Immer wird’s was geben, dass wir tun müssen aber wie viel davon hängt wirklich von uns ab?
Ich habe zunehmend Probleme damit! Dieser Spruch: „Häng dich ordentlich rein, dann wird der Erfolg nicht auf sich warten lassen.“ Klingt super, aber was, wenn ich alles gebe, aber ein anderer war schneller oder hat mich sabotiert, meine ganze Mühe, alles was ich aufgebaut habe, mit einem Wimpernschlag zunichte gemacht? Heißt das dann, ich muss mich noch mehr reinhängen? Um meinen Job zu sichern? Das Unternehmen vor dem Niedergang zu bewahren? Meine Vorschläge durchzusetzen, die politische oder ökologische Überzeugung? Oder um den Menschen, den ich liebe vor dem Abgrund zu retten? Nur: Wann ist denn dann auch mal genug? Der amerikanische Theologe Reinhold Niebuhr formulierte mal: „Gott, schenke mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“ Mit anderen Worten, tu was du kannst und sage was du zu sagen hast, aber vertrau ab da Gott und lass los. Ist auch ein Spruch, aber einer, der mir hilft, mich von Druck zu befreien. Ich muss nicht ackern bis ich ausgebrannt bin, ich darf, nachdem ich meinen Teil gegeben habe auch im Vertrauen auf Gott abgeben und loslassen.
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Was mir schon oft aufgefallen ist: So ein Satz (wenn er wahr ist) „Einer hat mit sabotiert, mit einem Wimpernschlag alles zunichte gemacht, was ich aufgebaut habe.“ kann nicht normal verarbeitet werden, wenn es echt so gelaufen ist. So wie es im Beitrag gesagt ist, klingt es wie ein Krimi, den man im Fernsehen anschaut oder im Kino, aber man dabei selbst nicht betroffen ist. Ist jemand von so etwas selbst betroffen, wechselt so ein Mensch in einen anderen Modus (oder zumindest innerhalb von 3 Wochen – je nach Typ).
Dieser Mensch ist dann ein anderer Mensch. Dieser Mensch ist dann von Angst durchdrungen.
Ich habe in der Bibel schon festgestellt, dass die Psychozustände gar nicht gut abgebildet werden. Das grenzt im Extremfall an so Bilder, bei denen Jesus das Kreuz so nebenbei auf dem Rücken hat, nach wie vor eine göttliche Ausstrahlung hat und die Umliegenden segnet und eher deren schweres Leben bedauert und sogar segnende Hilfe anbietet. Es gibt so einen Prozessionsweg in Kreuzlingen im Wald. Da wird Jesus teilweise so dargestellt in Bronze gegossen.
Kurzum: Wer von so schlimmen Nachrichten betroffen ist, braucht die sog. „professionelle Hilfe“, der Beitrag tut aber so aus: Hey Leute, was ich los, kappiert ihr nicht, was zu tun ist. Dieses Spannungsfeld wollte ich ansprechen (anschreiben). Und was ist die Lösung: Gott weiss erst mal, dass Du in diesen anderen Zustand kommst, schäme dich nicht dafür. Es ist so angelegt in unserer menschlichen Natur. Mein Tipp: Orientiere Dich relativ. Versuch nicht absolut cool damit umzugehen. Versuche relativ cool damit umzugehen. Vertraue relativ gut auf Gott/Jesus.