Null Empfang

3G, 4G, 5G…oder null G? Was tun ohne Netz?

1 Kommentar
Kommentare
  1. Joachim S.
    Joachim S. aus der Schweiz sagte:

    Alles hat seinen Preis! Auf den Berg zu gehen hat seinen Preis. Es kostest Organisation, Reisekosten und Zeit.
    Meine Eltern vermieden Urlaub, weil ihnen das Organisieren für Freizeit mehr Stress machte, als durchzuarbeiten. Sie waren die Generation, die das dt. Wirtschaftswunder möglich machten (Wertung lasse ich hier weg, ist nur erzählt so).
    Es kostet das Gefühl, dass Angelegenheiten unerledigt blieben. Es kostet den Preis für andere, die Dich in der Zeit daheim gebraucht hätten (Unterstützung, da sein, beruhigen durch Anwesenheit), leer ausgehen und evtl. leiden.
    Ich argumentiere mehr und mehr gegen diese Wellness-Angebote. Im Falle Jesus steht dem „Berg gehen“ ein „Extrem-Stress mit ganz vielen Menschen“ gegenüber. Es ist dort vergleichbar mit einem Rockstar, der ein grosses Konzert gab.
    Der Hinweis dort ist wertvoll, dass sich Jesus in die Einsamkeit der Wüste zurückgezogen hat. So habe ich Gedanken entwickelt, dass man je nach Beruf in der Freizeit eher das Gegenteil braucht. Ein Pastor mit viel Menschen-Kontakten braucht nicht die Christliche Freizeit mit viel Menschen um sich herum als Ausgleich. Er braucht evtl. Gartenarbeit, Handwerken, Tanzen, Wandern. Der Handwerker mit Handwerksbetrieb braucht nicht „einem Freund bei seiner Hütte am Wochenende helfen“ als Ausgleich, sondern vielleicht diese Christliche Freizeit (für nicht Insider: Christliche Freizeit ist so ein Wochenende oder ein längerer Urlaub, wo man mit Christen gemeinsam Urlaub und Aktivitäten macht).

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Kein Internet und null Handyempfang. Stattdessen Natur pur und Stille. So siehts auf der Berghütte aus, in der ich mein Wochenende verbringe. Fühlt sich im ersten Moment romantisch an. Im nächsten Moment bin ich ganz schön beunruhigt. So ganz ohne Handynetz und ohne erreichbar zu sein? Und es braucht eine Weile, bis ich mich dran gewöhnt habe. Dabei fällt mir auf: Jesus ist auch regelmäßig auf einen Berg gegangen. Ganz ohne Ablenkung. In die Stille. Um für niemanden erreichbar zu sein, außer für Gott. Die Stille und das Gespräch mit Gott auf dem Berg haben ihm geholfen, sich auf das zu fokussieren, was ihm wichtig ist. Sich auf die nächsten Schritte vorzubereiten, die vor ihm liegen. Das probiere ich auch aus. Nach zweieinhalb Tagen ohne Handyempfang komme ich gestärkt und entschleunigt vom Bergwochenende zurück.  Irgendwie näher bei mir selbst und näher bei Gott. Ich nehme mir vor: Öfter mal ohne Handyempfang zu sein.