Nur „befriedigend“?

Schulnoten sind Schuldnoten. „Was habe ich falsch gemacht?“ – Das zeigen sie ohne Erbarmen. Ob uns das hilft?

1 Kommentar
Kommentare
  1. Sabine W
    Sabine W aus Stuttgart sagte:

    Hervorragende Gedanken! Ich finde: dieser Blickwinkel Gottes auf mein Leben, dieses „1+“ ist total ermutigend, trotz mancher Bereiche, bei denen ich noch „Luft nach oben“ habe. Vielen DANK.

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Es ist wieder soweit. Die Noten werden vergeben. Zeit der Zeugnisse. Leistung wird beurteilt und es fühlt sich wie verurteilen an. Natürlich geht es immer noch besser. Da kann noch „eine Schippe draufgelegt werden“. Eine Vier ist eben nur ausreichend und eine Drei nur befriedigend. Ja, selbst ein Gut ist eben kein sehr gut. Und wer hat schon überall eine Eins? Und wenn ja, ist das dann eine gute oder schlechte Eins? Ich habe Noten leider immer sehr persönlich genommen. Wenn die Note nicht stimmte, dann stimmte nicht nur die schulische Leistung nicht, sondern auch ich stimmte nicht. Warum bekomme ich das nicht besser hin? Dummheit? Faulheit? Kann der Lehrer mich nicht leiden? Es gibt Menschen, die denken, dass Gott ein fieser Lehrer ist, der auch Noten vergibt. Vielleicht denken sie das, weil es im Leben ständig um Beurteilungen und Leistungserbringung geht. Aber das ist menschengemacht. Das sind menschliche Gedanken. Das ist ja gerade das Gute an Gott: Gott ist größer als mein kleines Denken. Gott ist nicht Eins. Gott ist Eins Plus, um es mal in einer Note auszudrücken. Und in diesem Plus steckt alles drin, was meine Vorstellungen an Gutem übertrifft. Deshalb ist es auch fast unvorstellbar, dass, wenn schon Note, dann bei Gott jeder und jede eine Eins plus ist. Und er wünscht sich, dass ich mit diesem Blick auf mein Leben lebe. Englisch mangelhaft – aber du bist eine Eins plus!