Rankhilfe
Tomaten brauchen eine Rankhilfe, damit sie gut wachsen können. Ich brauche Gott…
Tomaten brauchen eine Rankhilfe, damit sie gut wachsen können. Ich brauche Gott…
Gott gibt mir Halt im Leben und unterstützt mich, damit ich wachsen kann.
Dieses Jahr habe ich zum ersten Mal Tomaten in meinem Garten angepflanzt. Und ich hab gelernt: wenn Tomatenpflanzen größer werden, brauchen sie eine Rankhilfe. Also einen Stab, an den die Tomatenpflanze angebunden wird und der die Tomatenpflanze stützt, sodass sie bei einem Sturm stehen bleibt. Außerdem trägt die Rankhilfe dazu bei, dass meine Tomatenpflanze wächst und Früchte tragen kann.
Meine Tomaten halten sich an ihre Rankhilfe. Ich halte mich in meinem Leben an Gott. Weil Gott möchte, dass ich wachse und sozusagen „Früchte trage“. Zum Beispiel, indem ich meine Begabungen einsetze, indem ich dazu lerne und für meine Mitwelt ein Segen bin. Und wenn die Stürme in meinem Leben toben, gibt Gott mir Halt. So wie die Rankhilfe der Tomatenpflanze Halt gibt.
Mich an Gott halten, das mach ich zum Beispiel indem ich in der Bibel lese. Oft wars schon so, dass mir ein Vers aus der Bibel Kraft für den Tag gegeben hat.
So erlebe ich, wie Gott mir Halt gibt im Leben und mir hilft, damit ich wachsen kann.
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Es gibt als Christ den Unterschied, ob man das Gefühl hat, diese Rankhilfe zu haben oder ob man (gerade) das Gefühl hat, diese Rankhilfe nicht zu haben. Meistens kommt das Gefühl, die Rankhilfe nicht zu haben oder eventuell nicht mehr zu haben, aus dem Gefühl der Überforderung oder aus Gefühlen, die üblich sind für depressive Gefühlslagen. Jedes Bild oder jeder Vergleich hinkt in irgendeiner Richtung. Als Analogie zur Rankhilfe gibt es das Bild von Jesus, dass er der Weinstock ist, die Gläubigen an ihm die Reben und Gott Vater der gute Weingärtner. Die Rankhilfe bleibt unerwähnt. Dazu als Analogie dazu gibt es den Gemüsebauern, das Gewächshaus, die Tomatenstangen, die Tomatenstaude und die Tomaten als Frucht.
Der erhabenste Zustand ist wohl der: Ich fühle mich sicher an der Rankhilfe und bewältige mein Leben (gefühlt selbst) und erlebe mich als «Frucht» in dieser Welt, die Anerkennung findet. Das ist mal der Idealzustand.
Nun ist die Frage, ob ich diesen Idealzustand immer haben soll/sollte/darf/kann oder ob ich einfach mit dem Zustand klarkommen muss, der gerade herrscht. Für welchen dieser beiden Betrachtungsweisen (Idealzustand nahezu geschafft oder Idealzustand gerade nicht möglich) soll das Bild von der Rankhilfe hilfreich anwendbar sein?
Im Beitrag ist noch erwähnt, dass Bibellesen uns zu dieser Rankhilfe hinziehen kann. Ich las am Anfang eine Bibel-Übertragung, was wahrscheinlich recht gut war. Später las ich mit dieser theologisch positiv ausgerichteten Wortwahl der Bibel-Übertragung die revidierte Luther-Bibel (altertümliche Ausdrücke wurden weitgehend entfernt und ein neuer genauer Urtext-Abgleich wurde gemacht). Ich entdeckte in positiver Weise neue versteckte Schätze.
Für den Effekt, dass man sich an die Stange als Rankhilfe selbst ranziehen will/darf/soll/sollte/kann, ist das Lesen einer Bibel-Übertragung (formuliert, wie in heutiger üblicher Deutsch-Sprache) recht gut geeignet. Die Bibel vermittelt das Gefühl, dass man sie in Händen halten kann. Die Stange der Tomate kann man setzen und braucht sie auch. Trotzdem bitte aufpassen, dass das Wachsen/Heilen/neu werden und tiefes Verstehen nicht von der Stange abhängig ist, sondern vom sog. Geist Gottes.