Schöne Unterschiede
Es reichen wenige Minuten, um mal wieder zu sehen, wie unterschiedlich wir alle sind. Aber was machen wir damit? Und daraus?
Es reichen wenige Minuten, um mal wieder zu sehen, wie unterschiedlich wir alle sind. Aber was machen wir damit? Und daraus?
„Papa, ich hab heute Nacht geträumt…“ Die Tür ist noch nicht richtig auf, da plappert mein Sohn schon wie ein Wasserfall mit maximaler Begeisterung. Sein großer Bruder redet auch, aber von all dem, was ihn heute in der Schule erwarten wird. Der nächste kommt auf den letzten Drücker, grummelt „Morrn“, was in etwa „Guten Morgen“ heißen möchte, während die Älteste längst still gefrühstückt hat und sich mit einem leisen „tschüss dann“ zum ersten Mal überhaupt bemerkbar macht. Sie sind so unendlich unterschiedlich! Und das sind nur vier. Von fast acht Milliarden Menschen. Jeder ist auf seine Weise von Gott als ganz feiner Mensch gemacht. Ob ich das sehe, hängt aber an mir. Ich kann den einen zu laut, den anderen zu redselig, den dritten zu stumm und den vierten zu mürrisch finden. Oder ihn nehme sie, wie sie sind, und merke, welcher Schatz in jedem einzelnen liegt. Ist nicht bei jedem Menschen einfach. Aber die wenigsten Schätze liegen eben auf der Straße.
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