Sing, geh und bet
Jetzt geht es wieder los: Es wird der Toten gedacht. November. Manchmal kann es helfen dem Tod ein Lied entgegenzusingen.
Jetzt geht es wieder los: Es wird der Toten gedacht. November. Manchmal kann es helfen dem Tod ein Lied entgegenzusingen.
Halloween verpennt? Ob Halloween oder wie in Mexiko, wo die Menschen in diesen Tagen Feste auf den Friedhöfen feiern, um nochmal mit den Verstorbenen zusammen sein, im Angesicht des Todes braucht der Mensch Rituale. Ritual kann es aber auch sein, einfach nur ein Licht anzuzünden oder eine Blume auf den Friedhof zu bringen. Heute ist Allerheiligen und morgen Allerseelen. Tage, an denen an Verstorbene gedacht wird. An Menschen, die mit ihrem Leben Glaubensgeschichte im Großen geschrieben haben und an alle Verstorbenen, die einem nahe standen, mit denen man Leben geteilt hat. Wie mit diesem unvermeidlichen Tod umgehen? Mir helfen etwas verstaubte Worte, die in einem Kirchenlied vorkommen. Da heißt es: „Sing, bet und geh auf Gottes Wegen, verricht das Deine nur getreu, … denn welcher seine Zuversicht auf Gott setzt, den verlässt er nicht.[1]“ Für mich heißt das: Lebe das Leben, so wie es dir vor die Füße kommt und denke daran, du darfst an Gottes Hand gehen. Denk nicht an das, was dich erschrecken lässt, sondern vertraue darauf, dass Gott dich durchträgt. Klingt banal, ist für mich aber beruhigend.
[1] EmK Gesangbuch Nr. 367, Wer nur den lieben Gott lässt walten. Strophe 6 Text: Georg Neumark
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