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Mit meinem Einkaufswagen schiebe ich mich gerade zum Bezahlen vor. Den Kassierer sehe ich oft hier, wir grüßen uns. Aber irgendwas ist heute anders. Ich zögere, gucke irritiert, der Kassierer merkt das und grinst. Erst dann fällt mir auf: Die Plexiglasscheiben sind weg! Plötzlich steht man sich wieder ganz nah gegenüber. Ohne Schutzschicht. Das ist mir jetzt fast ein bisschen zu nah. Dabei: habe ich nicht genau das die letzten Jahre vermisst? Ganz normale menschliche Begegnungen ohne vorsichtigen Mindestabstand? Mit Fremden oder Freunden, Feste und Gottesdienste mit vielen, fröhliches Gedrängel auf dem Stadtfest. Zu erleben: Ich bin nicht allein hier und Gott weiß genau warum. Weil jeder Mensch die Nähe anderer braucht, wie Luft zum Atmen. Ein Händeschütteln, eine Umarmung, das Konzert mit tausend anderen. Weil es uns an Körper und Seele gesund hält und es einfach berührt, berührt zu werden. In guten und noch viel mehr in schlechten Zeiten. Gott sei Dank, dass wir uns wieder nah sein können. Ich gewöhn mich schon noch dran.

Foto: (c) radio m
Foto: radio m, Anja Kieser
Foto: (c) radio m, Benjamin Elsner
Foto: (c) HELB 










Vielen Dank für das gute Wort zum Tag. Berührungen, Umarmungen, Besuch meiner Eltern während des Lockdowns gab es bei mir immer. Gott sei Dank durfte ich schon im März 2020 erkennen, dass Corona v. A. ein Angstgeist ist. Aufarbeitung der Coronazeit, auch in den christlichen Gemeinden, ist notwendig, wenn wir weiterhin dem Missionsauftrag gehorsam sein wollen. Ohne HG geht nichts – siehe Lehrtext von heute ( Römer 12,16 ).