Stinkefüße
Darüber reden wir schon ungern, aber sich damit befassen? Oder gar andere damit belästigen? Fällt schwer, könnte aber manches erleichtern.
Darüber reden wir schon ungern, aber sich damit befassen? Oder gar andere damit belästigen? Fällt schwer, könnte aber manches erleichtern.
Ich liebe den Sommer. Bis auf seine Nebenwirkungen: Schweißfüße sind so eine. Nach Stunden in Sneakern duften Füße einfach bääääh. Oder ein Spielplatzstopp in Sandalen und an mir hängt die halbe Flora und Fauna. Aber Füße sind ja waschbar. Von mir selbst, natürlich. Einen Arzt oder selbst eine gute Freundin dürfte bei mir nur im allergrößten Notfall ran. Und selbst dann, wäre es mir unendlich peinlich. Mein Schweiß, mein Dreck – Finger weg! Das ging auch schon vor mir Menschen so, den Freunden von Jesus zum Beispiel. Er hat ihnen die Füße gewaschen, ohne Vorwarnung. Die haben sich geziert! Verständlich, vor ihm, ihrem großen Vorbild. Und Füße waschen, das war damals Sklavenarbeit! Jesus hat es trotzdem durchgezogen und seinen Freunden danach gesagt: Ihr nennt mich Vorbild und ja, das bin ich. Gerade habe ich euch gezeigt, wie ihr miteinander und jedem Menschen umgehen sollt. Schaut euch gegenseitig mit Respekt an, mit Liebe, mit Hochachtung. Schaut erstmal darauf, was der andere braucht. Darum geht’s. Ich glaube, wer so lebt, verändert die Welt. Seine kleine und die große.
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