Über den Tellerrand

Hinterm Horizont geht’s weiter – aber wir müssen auch dorthin schauen, wenn wir etwas davon haben wollen.

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Aufstehen, Frühstück machen, Betten machen, in Küche und Bad alles in Ordnung bringen und ab ins Büro. Meine Morgenroutine. Es gibt aber auch die Büroroutine, die Abendroutine. Ja, selbst das Wochenende hat seine Routine. Nichts gegen Routine. Ich brauche sie sogar, um mich sicher zu fühlen. Routine kann aber auch ganz schön einlullen. Und sie kann sogar den Blick verstellen. Ich sehe nicht mehr über den Tellerrand hinaus. Nur noch den nächsten Schritt. Den vorhersehbaren. Ostern ist nur ein paar Tage her und war ein Zeichen gegen den gewohnten Gang der Dinge. Ostern erzählt die unglaubliche Geschichte, dass wider alles Erwarten, wider die Natur, einer gestorben und von den Toten auferstanden ist. Bis zum Tod Jesu, bis zu seiner Grablegung lief alles so ab, wie es ist, wenn ein Mensch stirbt. Keiner ahnte, was geschehen würde. Keiner rechnete damit, Jesus nochmals zu begegnen. Unvorstellbar. Unmöglich, über diesen Tellerrand hinauszuschauen. Wir, heute, wissen, wie die Geschichte weiterging. Dass das Unmögliche geschah. Wir können über diesen Tellerrand hinausblicken. Ich möchte es auch immer wieder tun. Meine Routine immer wieder unterbrechen und mich überraschen lassen. Vor allem aber, stets das Unmögliche für Mögliche halten. Man nennt das auch hoffen.